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42 Tote bei Anschlag in Kabul
International 28.12.2017 Aus unserem online-Archiv
Selbstmordattentat

42 Tote bei Anschlag in Kabul

Vor dem Kulturzentrum explodierten zwei Sprengsätze, nachdem sich im Haus ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatte.
Selbstmordattentat

42 Tote bei Anschlag in Kabul

Vor dem Kulturzentrum explodierten zwei Sprengsätze, nachdem sich im Haus ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatte.
Foto: AFP
International 28.12.2017 Aus unserem online-Archiv
Selbstmordattentat

42 Tote bei Anschlag in Kabul

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in einem Kulturzentrum in die Luft. Als Helfer eintreffen, explodieren vor dem Haus zwei Sprengsätze. Die Bilanz ist verheerend, die Hintergründe unklar.

(dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind 42 Menschen getötet und weitere 80 verletzt worden. Zuerst habe sich in dem Gebäude ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, am Donnerstag. Als Menschen zu Hilfe gekommen seien, seien vor dem Haus zwei weitere Bomben explodiert. Medien berichteten, dass sich in dem Gebäude Studenten oder Akademiker getroffen hätten.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die radikalislamischen Taliban teilten im Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass sie nicht hinter der Tat steckten.

Der Anschlag geschah in einem schiitischen Viertel der Stadt. Dort hat die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den vergangenen Monaten wiederholt schwere Attentate verübt.

In derselben Gegend, im größten Kabuler Schiitenviertel Dascht-e Bartschi, hatte der IS zuletzt im Oktober einen Selbstmordattentäter in eine schiitische Moschee geschickt. 71 Menschen starben während des Freitagsgebets. Seitdem hat der IS aber auch in anderen Stadtteilen Anschläge verübt und zum Beispiel einen großen Fernsehsender und ein Geheimdienstbüro angegriffen.

Seit Januar gab es in Kabul mehr als 20 schwere Anschläge von IS, aber auch Taliban. Hunderte Menschen wurden dabei getötet und verletzt. Bei dem schwersten Anschlag vor der deutschen Botschaft im Mai sollen um die 150 Menschen getötet worden sein.


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