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14 Juillet: Dankbarkeit statt Militärparade
International 6 2 14.07.2020

14 Juillet: Dankbarkeit statt Militärparade

Gesundheitsministerin Paulette Lenert (r.) war Ehrengast in Paris.

14 Juillet: Dankbarkeit statt Militärparade

Gesundheitsministerin Paulette Lenert (r.) war Ehrengast in Paris.
Foto: AFP
International 6 2 14.07.2020

14 Juillet: Dankbarkeit statt Militärparade

Wo sonst am 14. Juli Panzer rollen, wurden am Dienstag Pflegekräfte und Helfer aus In- und Ausland geehrt. Aus Luxemburg war Paulette Lenert mit dabei.

(dpa) - Mit einer Zeremonie hat Frankreich am Nationalfeiertag Pflegekräften für ihren Einsatz im Kampf gegen Corona gedankt. Staatschef Emmanuel Macron, Regierungschef Jean Castex und Gäste versammelten sich am Dienstagvormittag auf der Ehrentribüne auf der Place de la Concorde im Herzen von Paris. Wegen der Corona-Krise war das traditionelle Programm für den 14. Juli geändert worden. Die übliche Militärparade fiel erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs aus.

Stattdessen gab es eine feierliche Zeremonie auf dem „Platz der Eintracht“. Daran nahmen nur geladene Gäste teil, der Platz war hermetisch abgeriegelt. Normalerweise herrscht am 14. Juli Volksfestcharakter - Tausende Zuschauer schauen sich die Feierlichkeiten in Paris an. Dieses Jahr konnten die Franzosen die Feierlichkeiten nur live im Fernsehen verfolgen.   

Aus Luxemburg ist Gesundheitsministerin Paulette Lenert nach Paris eingeladen. Wegen der Solidarität, die Luxemburg dem Nachbarland während der ersten Phase der Pandemie zeigte, indem es schwerkranke Covid-19-Patienten aus der Region Grand Est übernahm, ist die Gesundheitsministerin Ehrengast bei den Feierlichkeiten.

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 Macron hatte neben Pflegekräften auch Lehrkräfte, Bestattungspersonal, Feuerwehrleute und Sicherheitskräfte eingeladen. Damit wollte er ihnen für ihren Einsatz während der Krise danken. Sie saßen auf Tribünen, die rund um den Platz aufgestellt waren.

Die Zeremonie endete mit einer Hommage an die Pflegekräfte. Etwa zwei Dutzend Pflegerinnen und Pfleger sowie Ärztinnen und Ärzte versammeln sich auf dem Platz. Alle Gäste erhoben sich, es gab Applaus - die Nationalhymne Marseillaise wurde gesungen. Macron trat anschließend von der Tribüne und wechselte ein paar Worte mit einigen von ihnen. Etwas später ging er noch durch die Reihen und sprach mit anderen Gästen. Dabei trug er eine Schutzmaske.

Der Platz war hermetisch abgeriegelt, nur geladene Gäste waren zugelassen. Frankreich will mit der Zeremonie neben Luxemburg auch den Partnerländern Deutschland, Österreich und Schweiz danken, die im Frühjahr Corona-Patienten aus Ostfrankreich behandelt hatten.    

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 Während der Zeremonie zeichnete die Kunstflugstaffel Patrouille de France die Nationalfarben Frankreichs in den Himmel. Die Feierlichkeiten begannen mit einer Hommage an den Weltkriegshelden und späteren Präsidenten Charles de Gaulle, dessen 50ster Todestag dieses Jahr begangen wird. Anschließend marschierten zahlreiche Militäreinheiten. Ein besonderer Tribut wurde dem Gesundheitsdienst der Armee gezollt.   

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