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Aviapartner tritt in Konkurrenz zur Luxair
Wirtschaft 2 Min. 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Zweiter Passagierabfertiger für den Findel

Aviapartner tritt in Konkurrenz zur Luxair

Das multinationale Handling-Unternehmen ist einer der führenden europäischen Flugzeugabfertiger, an 40 Flughäfen in acht Ländern tätig und beschäftigt dort rund 8500 Mitarbeiter.
Zweiter Passagierabfertiger für den Findel

Aviapartner tritt in Konkurrenz zur Luxair

Das multinationale Handling-Unternehmen ist einer der führenden europäischen Flugzeugabfertiger, an 40 Flughäfen in acht Ländern tätig und beschäftigt dort rund 8500 Mitarbeiter.
Foto: Aviapartner
Wirtschaft 2 Min. 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Zweiter Passagierabfertiger für den Findel

Aviapartner tritt in Konkurrenz zur Luxair

Andreas ADAM
Andreas ADAM
Aufgrund europäischer Direktiven und steigender Passagierzahlen musste für den Luxemburger Flughafen ein zweiter Akteur ausgeschrieben werden, und anders als im Frachtbereich gingen tatsächlich Bewerbungen ein.

Von Andreas Adam

Der Luxemburger Flughafen wird bekanntlich einen zweiten Passagierabfertiger neben der Luxair bekommen. Das Ministerium für Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung bestätigte dem „Luxemburger Wort“ bereits Mitte März 2016, der Zuschlag sei erfolgt, wollte aber zunächst noch keinen Namen nennen. Nun steht fest, dass es sich bei dem zweiten Handler am Findel um das multinationale Unternehmen Aviapartner mit Sitz in Brüssel handelt. Das bestätigte Laurent Levaux, CEO von Aviapartner, am Dienstagmorgen auf Anfrage.

Aviapartner ist einer der führenden europäischen Flugzeugabfertiger. Das Unternehmen ist an 40 Flughäfen in acht Ländern tätig und beschäftigt dort rund 8500 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören eigenen Angaben zufolge mehr als 400 Fluggesellschaften.

„Vor dem Sommer werden wir sicher nicht unsere Arbeit aufnehmen, ich gehe davon aus, dass es eher September bis Oktober wird“, sagte Laurent Levaux.
„Vor dem Sommer werden wir sicher nicht unsere Arbeit aufnehmen, ich gehe davon aus, dass es eher September bis Oktober wird“, sagte Laurent Levaux.
Foto: Aviapartner

Zweiter Abfertiger musste ausgeschrieben werden

„Wir freuen uns auf dem Luxemburger Flughafen aktiv werden zu können“, so Levaux. Allerdings soll es noch einige Monate dauern, bis Passagiere in Luxemburg von jemand anderem als der Luxair abgefertigt werden, die sich bislang den Kuchen mit niemandem teilen musste.

Aufgrund europäischer Direktiven und steigender Passagierzahlen musste für den Luxemburger Flughafen ein zweiter Akteur ausgeschrieben werden, und anders als im Frachtbereich gingen tatsächlich Bewerbungen ein.

Aufnahme des Betriebs erst nach dem Sommer geplant

„Vor dem Sommer werden wir sicher nicht unsere Arbeit aufnehmen, ich gehe davon aus, dass es eher September bis Oktober wird“, sagte der Aviapartner CEO auf die Frage, wann genau Aviapartner nach Luxemburg kommt. Das sei übrigens auch nie anders geplant gewesen, somit könne von einer Verzögerung keine Rede sein. Man habe immer den Sommer abwarten wollen.

Über Kundenakquise mochte Levaux nicht sprechen. Das sei vertraulich. Wenn bestehende Handling-Verträge in Luxemburg ausliefen, werde man sich natürlich darum bemühen. Somit steht weiter die Frage im Raum, für welche Fluggesellschaften Aviapartner denn überhaupt in Luxemburg seine Dienste anbieten möchte.

CEO Levaux hält sich bedeckt in Sachen Ryanair

Auf die Frage nach immer wieder kursierenden, aber unbestätigten Gerüchten, wonach Ryanair angeblich in diesem Jahr Flüge ab Luxemburg anbieten könnte, meinte der Aviapartner CEO, dass die Iren bestimmt Interesse hätten nach Luxemburg zu kommen. Ob es mit Ryanair Verhandlungen über das Passagierhandling auf dem Findel gibt, mochte Levaux aber nicht bestätigen. Bei Ryanair hieß es einmal mehr standardmäßig: „Wir sind immer an neuen Strecken interessiert, kommentieren aber keine Gerüchte oder Spekulationen.“

Bei der Luxair teilte man derweil auf Anfrage mit, man sei mit den eigenen Ground- und Ramp-Handling-Aktivitäten gut aufgestellt und scheue die Konkurrenz nicht. Zu möglicherweise demnächst auslaufenden Verträgen mochte sich ein Luxair-Sprecher nicht äußern.


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