Woman Business Manager of the Year

Start-up-Gründerinnen bekommen Innovationspreis

Luc Frieden, Nathalie Dondelinger, Alexandra Fernandez-Ramos und Hugues Delcourt (v.l.) bei der Presiverleihung am Donnerstag Abend.
Luc Frieden, Nathalie Dondelinger, Alexandra Fernandez-Ramos und Hugues Delcourt (v.l.) bei der Presiverleihung am Donnerstag Abend.
Foto: Guy Jallay

(M.G.) - Zum ersten Mal in der elfjährigen Geschichte der Wahl zur „Woman Business Manager of the Year“ gewannen in diesem Jahr zwei Finalistinnen den Innovationspreis der BIL. Die beiden Gründerinnen Alexandra Fernandez-Ramos von Travelsify und Nathalie Dondelinger von Kliber setzten sich gegen insgesamt 25 Teilnehmerinnen durch.

Das Niveau sei in diesem Jahr besonders hoch gewesen, so Marcel Leyers, „Chief of Corporate and Institutional Banking“ der BIL. Die Jury setzte sich aus Verantwortlichen der BIL, des Luxemburger Unternehmerverbands, des nationalen Instituts für nachhaltige Entwicklung und soziale Verantwortung der Unternehmen, von Nyuko und des Technoport zusammen.

Gesucht wurden besonders neuartige Projekte, die sich positiv auf die Luxemburger Wirtschaft ausüben und natürlich von einer Frau ins Leben gerufen wurden. Der Preis ist dotiert mit 10 000 Euro, die in das jeweilige Unternehmen investiert werden.

Jobsuche und Hotelbewertung wurden neu erfunden

Zusammen mit ihrem inzwischen sechsköpfigen Team entwickelte Nathalie Dondelinger die App Kliber, durch die Jobanwärter sich mit einem Video anstatt einem herkömmlichen Schreiben bei Unternehmen bewerben können. Die App gibt es seit Juli 2015 und wird bereits von mehr als 100 Unternehmen in Luxemburg genutzt.

Das Unternehmen Travelsify von Alexandra Fernandez-Ramos gibt es erst seit knapp einem Jahr und schreitet seither von Erfolg zu Erfolg. Zusammen mit ihren zwei Mitbegründern, Bruno Chauvat und Dr. Alexander Weber, entwickelte sie eine neuartige Methode der Hotelbewertung. Inzwischen beschäftigt das junge Unternehmen bereits 15 Mitarbeiter.

Die beiden Gewinnerinnen glauben allerdings nicht, dass Männer, die ein Start-up gründen, es leichter hätten als Frauen. „Es kommt auf das Team an. Kein Investor setzt auf eine Person, ob Mann oder Frau“, erklärt Nathalie Dondelinger.