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Wohnungsbau statt Stahlproduktion: ArcelorMittal schließt Werk in Schifflingen endgültig
Wirtschaft 02.02.2016

Wohnungsbau statt Stahlproduktion: ArcelorMittal schließt Werk in Schifflingen endgültig

Der LCGB begrüßt, dass eine Studie zur künftigen Nutzung des Geländes ausgearbeitet werden soll. Dadurch könnten am Standort neue Arbeitsplätze entstehen.

Wohnungsbau statt Stahlproduktion: ArcelorMittal schließt Werk in Schifflingen endgültig

Der LCGB begrüßt, dass eine Studie zur künftigen Nutzung des Geländes ausgearbeitet werden soll. Dadurch könnten am Standort neue Arbeitsplätze entstehen.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 02.02.2016

Wohnungsbau statt Stahlproduktion: ArcelorMittal schließt Werk in Schifflingen endgültig

Kerstin SMIRR
Kerstin SMIRR
Seit 2011 stand das Werk von ArcelorMittal in Schifflingen still, nun ist das Aus besiegelt. Das Unternehmen hat eine Studie zur Umwandlung des Geländes in Auftrag gegeben.

(ks/pso) - Das Stahlwerk von ArcelorMittal in Schifflingen wird definitiv geschlossen. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass das Gelände eine neue Bestimmung erhalten soll. Das Stahlwerk stand seit 2011 still, die Drahtstraße seit 2012. ArcelorMittal sprach damals von einer vorübergehenden Schließung.

ArcelorMittal hat eine Studie zur Umstrukturierung des Standorts in Auftrag gegeben. Dabei soll geprüft werden, ob die Umwandlung des Geländes in Wohnungen, Geschäfte und Büroflächen "technisch und wirtschaftlich" machbar ist. In Auftrag gegeben wurde die Studie bei der Entwicklungsgesellschaft Agora, die bereits in Esch/Belval aktiv ist und zu gleichen Teilen vom luxemburgischen Staat und ArcelorMittal getragen wird. Die Studie umfasst auch Grundstücke von ArcelorMittal in Esch/Alzette. Ergebnisse sollen in frühestens zwei Jahren vorliegen.

Nach Informationen des "Luxemburger Wort" sollen 54 Hektar an Agora abgegeben werden, der im Gegenzug für die Sanierung des Standorts aufkommt. ArcelorMittal kann diese Kosten derzeit nicht beziffern, geht aber davon aus, dass sie unter dem Grundstückswert liegen.

Die 700 betroffenen Mitarbeiter seien in den vergangenen Jahren vorzeitig in den Ruhestand gegangen, an andere Standorte in Luxemburg versetzt oder an andere Arbeitgeber vermittelt worden, teilte der LCGB mit. Auf diese Weise seien Entlassungen ausgeblieben. Die Gewerkschaft begrüßt, dass eine Studie zur Umstrukturierung des Standorts durchgeführt werden soll.


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