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Die Wirtschaft wächst - aber auch die Inflation
Wirtschaft 29.07.2022
Neuer Teuerungsrekord

Die Wirtschaft wächst - aber auch die Inflation

Die Wirtschaft konnte im zweiten Quartal leicht zulegen - das knappe Angebot gegenüber der großen Nachfrage vor allem bei Energie lässt die Preise steigen.
Neuer Teuerungsrekord

Die Wirtschaft wächst - aber auch die Inflation

Die Wirtschaft konnte im zweiten Quartal leicht zulegen - das knappe Angebot gegenüber der großen Nachfrage vor allem bei Energie lässt die Preise steigen.
Foto: dpa
Wirtschaft 29.07.2022
Neuer Teuerungsrekord

Die Wirtschaft wächst - aber auch die Inflation

Die Wirtschaft wächst stärker als erwartet - ebenso die Inflation: sie erreicht 8,9 Prozent. In Luxemburg gibt sie indes leicht nach.

(dpa/MeM) -  Die Eurozone ist im Frühjahr deutlich stärker als erwartet gewachsen. Im zweiten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Euroländer zum Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 0,2 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wuchs die Wirtschaft der Eurozone um vier Prozent. In der gesamten EU war die Entwicklung ähnlich

Das deutlichste Wachstum im Euroraum verzeichnete von den Ländern, die bereits Daten veröffentlicht haben, Spanien. Hier wuchs die Wirtschaft zum Vorquartal um 1,1 Prozent. In Italien stieg das BIP um ein Prozent und in Frankreich um 0,5 Prozent. Die deutsche Wirtschaft enttäuschte hingegen mit einer Stagnation. Aus Luxemburg gab es noch keine Daten.

Neuer Inflationsrekord

Unterdessen beschleunigt sich die Inflation in der Eurozone weiter. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise im Juli um 8,9 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Dies ist die höchste Rate seit Einführung des Euros als Buchgeld 1999. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 8,6 Prozent gestiegen. 

Für Luxemburg wird die Teuerungsrate im Juli auf 9,3 Prozent geschätzt. Damit wäre Luxemburg eines von vier Euroländern, in denen die Inflation nachgab. Im Juni betrug die Inflation im Großherzogtum 10,3 Prozent.


(FILES) This file photo taken on January 24, 2022 shows petrol nozzles at a gas station in Montgiscard, southwestern France, as oil prices are at their highest in France since 2014. - TotalEnergies announced it will apply a discount at its gas station of 20 cents per liter between September and November, then at 10 cents per liter for the rest of the year, AFP reports on July 22, 2022. (Photo by Lionel BONAVENTURE / AFP)
Ölmultis freuen sich über hohe Preise
Die Gewinne sprudeln – Shell & Co. melden neue Rekordergebnisse.

Getrieben wurde die Teuerung erneut durch die Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um 39,7 Prozent erhöhten. Der Anstieg war allerdings etwas schwächer als im Vormonat. Dafür beschleunigte sich der Preisauftrieb bei Lebens- und Genussmitteln von 8,9 auf 9,8 Prozent. Die Kerninflation, bei der besonders schwankungsanfällige Preise von Energie, Lebens- und Genussmitteln nicht berücksichtigt werden, stieg von 3,7 auf vier Prozent. Die höchsten Inflationsraten im Währungsraum wiesen mit mehr als 20 Prozent erneut die drei baltischen Staaten auf

Die Europäische Zentralbank hatte vor gut einer Woche ihre Leitzinsen erstmals seit elf Jahren angehoben. Verglichen mit anderen Notenbanken fällt die Reaktion der EZB spät aus, obwohl ihr Inflationsziel von zwei Prozent seit längerem klar übertroffen wird. 

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