Wählen Sie Ihre Nachrichten​

„Wir wollen Garantien von Cargolux“
Wirtschaft 12.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Protestaktion vom LCGB

„Wir wollen Garantien von Cargolux“

Mehrere Dutzend Cargolux-Mitarbeiter haben sich am Donnerstag der Protestaktion des LCGB angeschlossen, die im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen einberufen wurde.
Protestaktion vom LCGB

„Wir wollen Garantien von Cargolux“

Mehrere Dutzend Cargolux-Mitarbeiter haben sich am Donnerstag der Protestaktion des LCGB angeschlossen, die im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen einberufen wurde.
Gerry Huberty
Wirtschaft 12.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Protestaktion vom LCGB

„Wir wollen Garantien von Cargolux“

Mehr als 100 Cargolux-Mitarbeiter haben sich am Donnerstag der Protestaktion des LCGB angeschlossen, die im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen einberufen wurde.

Mehr als 100 Cargolux-Mitarbeiter haben sich am Donnerstag der Protestaktion des LCGB angeschlossen, die im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen einberufen wurde. Am Morgen hatten die Gewerkschaften bereits mehrere Stunden mit dem Management verhandelt - ohne Erfolg.

Das Management hat immer wieder nötige Personaleinsparungen hervorgehoben, um die Nachhaltigkeit der Firma zu sichern. Finden die Parteien keine Einigung, um diese durch einen veränderten Kollektivvertrag herbeizuführen, wird die gewollte Kostenreduzierung durch den Transfer von weiteren Maschinen nach Cargolux Italia erzielt werden.

„Das Management versteht uns einfach nicht. Wir haben Einsparmöglichkeiten der gleichen Größenordnung vorgeschlagen, als jene die mit dem Transfer von drei zusätzlichen Flugzeugen nach Italien ermöglicht würden“, so Aloyse Kapweiler von LCGB. Demnach hat die Gewerkschaft vorgeschlagen, die Flugzeit ihrer Piloten um 20 Prozent auf 600 Stunden im Jahr zu erhöhen. Im Gegenzug verlangt sie allerdings, dass kein Outsourcing betrieben wird. „Wir wollen dazu Garantien“, so Aloyse Kapweiler. „Es geht darum das gesamte Personal zu schützen.“ Bei den Verhandlungen seien sie mit ihren Vorschlägen auf taube Ohren gestoßen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Absichtserklärung zum Kollektivvertrag
Am Freitag wurde von Cargolux und OGBL eine Absichtserklärung für einen neuen Kollektivvertrag unterzeichnet - ohne den LCGB. Minister François Bausch zeigte sich am Samstag erfreut darüber, dass es gelungen sei, durch sozialen Dialog zu einer Übereinkunft zu gelangen.
Die demonstrative Einigkeit zwischen Cargolux und OGBL steht in einem gewissen Gegensatz zum Verhältnis zwischen Cargolux und LCGB bzw. ALPL.
Zusätzliche 747-Bestellungen angekündigt
In einem TV-Bericht kündigt Cargolux-Chef Dirk Reich einen weiteren Großauftrag beim Flugzeughersteller Boeing an. Angesichts eines anziehenden Marktes für Luftfracht will die Airline fünf zusätzliche 747 bestellen.
Am 6. März landete die neueste Cargolux-Boeing am Flughafen Findel. In den nächsten Jahren soll die Flotte weiter wachsen.
Kollektivvertragsverhandlungen gehen weiter
Das Schlichtungsamt teilte den Gewerkschaften am Donnerstag zu deren großer Überraschung mit, dass das Verfahren, das sie gegen das Cargolux-Management eingeleitet hatten, nun auf Eis gelegt wurde.
Cargolux-CEO Dirk Reich wird die Verhandlungen mit den Gewerkschaften weiterführen.
Cargolux-Outsourcing
Der Verwaltungsrat der Cargolux hat heute entschieden, weiterhin mit den Gewerkschaften über die geplante Auslagerung von Flugzeugen zu verhandeln. Dennoch wird in Italien bereits eingestellt.
Für Dirk Reich, CEO der Cargolux, ist die Auslagerung der Flugzeuge nach Italien die einzige Lösung um die Wettbewerbsfähigkeit der Firma zu steigern.
Gewerkschaften sind besorgt
Nach monatelanger Ungewissheit dürfte heute die Entscheidung über den Ausbau der italienischen Tochtergesellschaft im Verwaltungsrat der Cargolux fallen.
Richard Forson, CFO von Cargolux, zeigte sich bei der Pressekonferenz am Freitag besorgt. Nur ein Ausbau der Tochtergesellschaft könne die Wettbewerbsfähigkeit der Frachtgesellschaft steigern.