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WhatsApp bestreitet Expertenbericht über Schwachstellen
Wirtschaft 08.08.2019

WhatsApp bestreitet Expertenbericht über Schwachstellen

ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht vom 14. Mai 2019: Die Versionsnummer besser noch einmal in den Einstellungen prüfen: Wer ein älteres Whatsapp nutzt, riskiert, zum Beispiel das Opfer eines Lauschangriffs zu werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

WhatsApp bestreitet Expertenbericht über Schwachstellen

ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht vom 14. Mai 2019: Die Versionsnummer besser noch einmal in den Einstellungen prüfen: Wer ein älteres Whatsapp nutzt, riskiert, zum Beispiel das Opfer eines Lauschangriffs zu werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
dpa-tmn
Wirtschaft 08.08.2019

WhatsApp bestreitet Expertenbericht über Schwachstellen

Sicherheitsforscher der Firma Check Point hatten beschrieben, wie Chatverläufe manipuliert werden könnten.

(dpa) - WhatsApp hat den Vorwurf einer IT-Sicherheitsfirma zurückgewiesen, seit einem Jahr eine Lücke in der Verschlüsselung des Dienstes offenzulassen. „Wir haben das Thema vor einem Jahr sorgfältig geprüft und es ist falsch, zu unterstellen, dass es eine Schwachstelle in der Sicherheit von WhatsApp gibt“, erklärte ein Facebook-Sprecher am Donnerstag.

Sicherheitsforscher der Firma Check Point hatten zuvor auf der Konferenz Black Hat in Las Vegas beschrieben, wie Chatverläufe manipuliert werden könnten, indem man die Identität der Quelle bei der Zitier-Funktion oder den Inhalt einer Antwort verfälscht.

Umkehrung des Algorithmus  

Die Sicherheitsforscher erklärten, sie hätten die Verschlüsselung rekonstruiert - durch die Umkehrung des Algorithmus, der zur Entschlüsselung von Datensätzen dient. WhatsApp konterte, das von ihnen beschriebene Szenario sei vergleichbar damit, wie man Antworten in einem E-Mail-Wechsel manipulieren könne. Dort könne man auch etwas vortäuschen, was ursprünglich nie geschrieben worden sei.


The shadows of people holding mobile phones are cast onto a backdrop projected with the Twitter logo in this illustration picture taken in  Warsaw September 27, 2013. Twitter Inc, the eight-year-old online messaging service, gave potential investors their first glance at its financials on Thursday when it publicly filed its IPO documents, setting the stage for one of the most-anticipated debuts in over a year. Picture taken September 27.  REUTERS/Kacper Pempel (POLAND - Tags: BUSINESS TELECOMS LOGO)
Twitter räumt mögliche unerlaubte Datenweitergabe ein
Einige Daten von Twitter-Nutzern könnten ohne deren Wissen mehr als ein Jahr lang mit Werbekunden des Dienstes geteilt worden sein.

WhatsApp betrachtet das „Signal“-Verschlüsselungsprotokoll, auf dem der Dienst aufsetzt, weiterhin als sicher. 

1,5 Milliarden Nutzer   

WhatsApp mit rund 1,5 Milliarden Nutzern wirbt mit Komplett-Verschlüsselung für sich, bei der nur Absender und Empfänger Inhalte sehen können, aber keine Dritten - nicht einmal der Dienst selbst.

Facebook arbeitet gerade daran, WhatsApp, dem zweiten Facebook-Chatdienst Messenger und der Nachrichten-Funktion von Instagram auf eine gemeinsame technische Infrastruktur zu bringen. 

Dabei versicherte Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass das Online-Netzwerk stärker auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen werde.