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Wettbewerbsfähigkeit: Luxemburg rückt auf Platz vier
Wirtschaft 2 Min. 30.10.2017 Aus unserem online-Archiv

Wettbewerbsfähigkeit: Luxemburg rückt auf Platz vier

Der jährliche Bericht des „Observatoire de la compétitivité” dient auch dazu, eine Bilanz der Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs auf globaler Ebene zu ziehen.

Wettbewerbsfähigkeit: Luxemburg rückt auf Platz vier

Der jährliche Bericht des „Observatoire de la compétitivité” dient auch dazu, eine Bilanz der Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs auf globaler Ebene zu ziehen.
FOTO: SHUTTERSTOCK
Wirtschaft 2 Min. 30.10.2017 Aus unserem online-Archiv

Wettbewerbsfähigkeit: Luxemburg rückt auf Platz vier

Mara BILO
Mara BILO
Der „Observatoire de la compétitivité“ (ODC) hat am Montag die Ergebnisse seines Berichtes über die Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs veröffentlicht. Aber wofür sind diese Rankings eigentlich wichtig?

Der Bericht des ODC untersucht jährlich die Wettbewerbsfähigkeit des Großherzogtums im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten nach bestimmten Indikatoren. Dieses Jahr schneidet Luxemburg insgesamt gut ab und rückt auf Platz vier. Das ist eine Verbesserung, da sich das Großherzogtum letztes Jahr mit dem sechsten Rang begnügen musste.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbsberichtes 2017 steht das neue nationale Indikatorensystem, das zur Messung der Wettbewerbsfähigkeit dient. „Wir haben versucht, eine viel ausgeglichenere Präsentation zu entwickeln“, sagte Francine Closener, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, bei der Vorstellung der Ergebnisse am Montag. Das Indikatorensystem wurde vom Wirtschafts- und Sozialrat komplett neu konzipiert. „Der Wirtschafts- und Sozialrat ist der Garant dafür, dass die Tabelle objektiv zusammengestellt wird, und dass die Indikatoren ein realistisches Bild der Wettbewerbsfähigkeit des Landes zeichnen“, erklärte die Staatssekretärin.

Wirtschaft, Soziales und Umwelt

Das neue System basiert auf 67 Kriterien, die sich in drei Untersuchungsgruppen einteilen: Wirtschaft, Soziales und Umwelt. Dies entspricht der von der ODC verwendeten Definition der Wettbewerbsfähigkeit: „Die Fähigkeit einer Nation, den Lebensstandard ihrer Bewohner nachhaltig zu verbessern, ihnen ein hohes Maß an Beschäftigung und sozialem Zusammenhalt anzubieten und gleichzeitig die Umwelt zu erhalten.“ Francine Closener zeigte sich über das Endergebnis zufrieden: „Die neue Tabelle legt mehr Gewicht auf soziale und ökonomische Indikatoren und erkennt die Bedeutung dieser Aspekte für die Wettbewerbsfähigkeit an. Dieser neue Ansatz entspricht unseren Wachstumszielen.“

Daniel Becker, Generalsekretär des Wirtschafts- und Sozialrates, betonte seinerseits, dass das neue Indikatorensystem das Ergebnis einer „guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit den Tarifpartnern“ sei. „Unser Bericht stellt die nachhaltige Entwicklung des Landes in den Mittelpunkt“, sagte auch Serge Allegrezza, Direktor des Statec und Leiter der Geschäftsführung des ODC.

Die drei Aspekte – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – sind in dem neuen System durch 67 Kriterien besonders herausgearbeitet. Dies steht im Kontrast zu den 78 Indikatoren, die sich letztes Jahr in zehn Kategorien unterteilten. Von den 67 Indikatoren sind auch 41 neu eingeführt: „Es schien uns wichtig, die vergangenen Indikatoren zu aktualisieren“, erklärte Francine Closener.

Schaut man sich die drei Felder separat an, dann kommt Luxemburg auf Platz 7 für den wirtschaftlichen Aspekt, auf den ersten Platz für den sozialen Aspekt und auf Platz 9 für den Umweltaspekt. „Es hat mich natürlich ganz besonders gefreut, dass Luxemburg den ersten Platz im sozialen Aspekt erzielt“, sagte Closener. Ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt ist der luxemburgische Steuersatz der Unternehmen – 29 Prozent. Damit klassiert sich Luxemburg an Platz 23. „Allerdings ist der effektive Steuersatz deutlich wettbewerbsfähiger“, sagte Allegrezza.

Luxemburg im globalen Vergleich

Der jährliche Bericht des ODC dient auch dazu, eine Bilanz der Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs auf globaler Ebene zu ziehen. Das Großherzogtum kommt auf Platz 19 von 137 im „Global Competitiveness Report“ des Weltwirtschaftsforum (WEF), Platz 8 von 63 im „World Competitiveness Yearbook“ des International Institute for Management Development (IMD) und Platz 8 von 28 im „European Innovation Scoreboard“ der Europäischen Kommission.


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