Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Weniger Pleiten in der Horeca-Branche
Wirtschaft 2 Min. 11.01.2022
Zweites Corona-Jahr

Weniger Pleiten in der Horeca-Branche

Im Horesca-Sektor gibt es weniger Insolvenzen als in den Vorjahren.
Zweites Corona-Jahr

Weniger Pleiten in der Horeca-Branche

Im Horesca-Sektor gibt es weniger Insolvenzen als in den Vorjahren.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 2 Min. 11.01.2022
Zweites Corona-Jahr

Weniger Pleiten in der Horeca-Branche

Hingegen steigen die Insolvenzen im Bausektor trotz der guten Baukonjunktur um 21,74 Prozent.

(ndp) -  Die befürchtete Welle von Firmenpleiten ist auch im zweiten Corona-Jahr ausgeblieben. Creditreform hat die Zahl der Insolvenzen in Luxemburg im Jahr 2021 analysiert und mit den Zahlen der Vorjahre verglichen. „Im Jahr 2021 war die Zahl der Insolvenzen in Luxemburg mit 1.199 genau gleich hoch wie im Jahr 2020“, betont Herbert Eberhard, geschäftsführender Direktor von Creditreform Luxembourg SA. 

Der Anteil der Insolvenzen von Unternehmen, die älter als fünf Jahre sind und in diesem Zeitraum in Konkurs gingen (79,15 Prozent), ist fast genauso hoch wie im Jahr 2020 (81,32 Prozent), bleibt aber im Vergleich zu 2019 (75,85 Prozent) auf einem hohen Niveau. 

Die Anzahl der Insolvenzen von Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind, liegt 2021 bei 20,85 Prozent und ist im Vergleich zu 2019 (Anteil von 24,15 Prozent) gesunken. 


Die Materialknappheit bereitet vielen Unternehmen Kopfschmerzen.
72 Handwerksbetriebe mussten Insolvenz anmelden
Die Chambre des Métiers weist auf die Risiken hin, denen Handwerksunternehmen ausgesetzt sind.

Im Gerichtsbezirk in Luxemburg ist ein Rückgang um 0,82 Prozent auf 1.087 Insolvenzen (1.096 im Vorjahr) zu verzeichnen. 

Im Gerichtsbezirk Diekirch gibt es im Jahr 2021 112 Verfahren gegenüber 103 im Vorjahr. Dabei handelt es sich hauptsächlich um kleine Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. „Der Anstieg von 8,74 Prozent, im Gerichtsbezirk Diekirch stellt aufgrund der relativ geringen Gesamtzahlen keine Besonderheit dar“, schreibt Creditreform. 

Insolvenzen nach Wirtschaftsbranchen

Der Dienstleistungssektor bleibt mit 836 Fällen im Jahr 2021 (882 im Jahr 2020) führend, das entspricht einem Rückgang um 5,22 Prozent. Dennoch könne der Dienstleistungssektor in Luxemburg als „stabil“ angesehen werden. 

Im Horesca-Sektor gibt es weniger Insolvenzen: 116 gegenüber 128 im Jahr 2020 und 171 im Jahr 2019. Mit 244 Unternehmensinsolvenzen gegenüber 214 im Vorjahr sind die Insolvenzen im Handel um 14,02 Prozent gestiegen und erreichen fast das Vor-Corona-Niveau (253 im Jahr 2019). 

Trotz der Corona-Beschränkungen, die vor allem Gastronomie und Handel hart trafen, sei eine Insolvenzwelle durch staatliche Hilfen verhindert worden.   

Die Insolvenzen im Bausektor stiegen trotz der guten Baukonjunktur deutlich um 21,74 Prozent von 92 auf 112 Unternehmen. Die Anzahl von 253 Insolvenzen im Jahr 2019 wurde jedoch nicht erreicht. Es handelt sich bei den Insolvenzen überwiegend um kleine Unternehmen. 

Im Produktionssektor gab es 2021 sieben Unternehmensinsolvenzen, was einem Rückgang um 36,36 Prozent gegenüber 2020 entspricht. 


(FILES) In this file photo taken on July 7, 2021 tourists and Greek clients sit on the terrace of a cafe-bar in central Athens. - Visitors from Asia and across the Atlantic were missing this summer 2021, but tourism in Europe picked up a little thanks to "local" visitors, with a special bonus for sunny destinations. (Photo by Louisa GOULIAMAKI / AFP)
Viele Insolvenzen wurden durch Corona-Hilfen verhindert
Die EU-Staaten haben zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen mit Beihilfen vor der Insolvenz gerettet - zumindest vorerst.

Im Jahr 2021 gingen mehrere namhafte Unternehmen in Konkurs, was zu einem erheblichen Verlust von Arbeitsplätzen führte. Creditreform nennt ein paar Beispiele wie etwa die Firma Socoma Construction Luxembourg Sàrl in Bridel. Hier seien 40 Arbeitsplätze betroffen gewesen. Der Konkurs des Unternehmens Bigor in Lenningen bedrohte 33 Arbeitsplätze. Bei der Firma eProseed Europe SA in Windhof standen 51 Arbeitsplätze auf dem Spiel. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema