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Weltwirtschaftsforum: Networking in Davos
Wirtschaft 23.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Weltwirtschaftsforum: Networking in Davos

Trotz fest anhaltendem Schneefall bleibt das Kongresszentrum in Davos gut überwacht.

Weltwirtschaftsforum: Networking in Davos

Trotz fest anhaltendem Schneefall bleibt das Kongresszentrum in Davos gut überwacht.
Foto: AFP
Wirtschaft 23.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Weltwirtschaftsforum: Networking in Davos

Mara BILO
Mara BILO
Wie bei einem Speed-Dating bietet das Weltwirtschaftsforum die Gelegenheit, innerhalb weniger Tage mehrere Staats- und Regierungschefs sowie Unternehmensführer zu treffen. Xavier Bettel und Pierre Gramegna sind mit von der Partie.

Bei dem 48. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum, kurz WEF) diskutieren von Dienstag an und über mehrere Tage mehr als 3 000 Politiker, Firmenchefs, Wissenschaftler sowie Vertreter internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft unter dem Motto „Für eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt“.

  • Vor dem Treffen in Davos hat der französische Präsident Emmanuel Macron schon selbst die Dinge in die Hand genommen. Gestern fand im Schloss Versailles der „Choose France“ (Wählen Sie Frankreich)-Gipfel statt, auf dem 140 Unternehmenschefs sich versammelt haben. Laut Angaben des Elysée-Palasts hat sich Macron jeweils 20 Minuten mit den Geschäftsführern von Facebook, Google, Novartis und SAP getroffen.

Der Premierminister Xavier Bettel ist am Montag schon angereist und wird vom 23. bis zum 25. Januar in Davos zu Gast sein. Auch der Finanzminister Pierre Gramegna kündigte am Montag seine Anwesenheit in der Schweiz an. Für Gramegna ist dies eine Premiere: Die vergangenen Jahre war der Premierminister alleine nach Davos gegangen. Seit 1972 ist Bettel der einzige luxemburgische Regierungschef, der beim jährlichen Treffen in den Alpen teilnimmt.

Nach Plan

Für die beiden Luxemburger Politiker ist jetzt ein Terminmarathon angesagt. Laut Angaben des Finanzministeriums wird sich Gramegna mit einer Reihe von Finanzministern anderer Länder treffen – unter anderem seine Amtskollegen aus Brasilien und Kolumbien. Auch ein Termin mit Ueli Maurer, der als Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements im Schweizer Bundesrat tätig ist, steht in seinem Kalender.

Darüber hinaus wird sich Gramegna auch direkt mit Firmenchefs unterhalten: China UnionPay – eine chinesische Kreditkartenorganisation – und die M Financial Gruppe – eine amerikanische Lebensversicherungsgesellschaft – gehören dazu. Laut Pressemitteilung werden im Fokus der Gespräche die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen stehen, sowie „green finance“ und die Kreislaufwirtschaft.

Genauere Angaben zum Kalender von Bettel lagen nicht vor – auch weil es bei solchen Kongressen oft zu informellen und nicht im Voraus geplanten Terminen kommt, so eine Regierungssprecherin. Ab morgen sollten erste bilaterale Treffen bekannt gegeben werden. Laut Pressemitteilung nimmt der Premier an einer Podiumsdiskussion teil, bei der es um „Finanz- und Innovationsmittel für eine bessere Geschäftswelt“ geht, und an einem Panel über die wirtschaftliche Nutzung von Weltraumressourcen.



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