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Weltraum-Start-Ups sollen künftig von Luxemburg aus abheben
Wirtschaft 2 Min. 19.04.2021

Weltraum-Start-Ups sollen künftig von Luxemburg aus abheben

Wirtschaftsminister Franz Fayot will vielversprechende Weltraumunternehmen nach Luxemburg locken.

Weltraum-Start-Ups sollen künftig von Luxemburg aus abheben

Wirtschaftsminister Franz Fayot will vielversprechende Weltraumunternehmen nach Luxemburg locken.
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 2 Min. 19.04.2021

Weltraum-Start-Ups sollen künftig von Luxemburg aus abheben

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Eine neue Initiative des Wirtschaftsministeriums fördert junge Unternehmen aus dem Bereich "Space Resources".

Luxemburg setzt weiterhin auf die Nische „Space Resources“, um seine Wirtschaft zu diversifizieren. Bereits zum dritten Mal findet diese Woche die „Space Resources Week“ im Großherzogtum statt, nach Angaben der Veranstalter die weltweit größte Konferenz, die sich der Nutzung von Rohstoffen im Weltraum widmet. 

Dass das ein entscheidendes Segment der Weltraumforschung in den nächsten Jahren sein wird, davon waren alle Redner der gestrigen Eröffnungsveranstaltung überzeugt. „In dieser Dekade wird die Menschheit zum Mond zurückkehren. Und dieses Mal werden wir dort bleiben“, so zum Beispiel Walther Pelzer aus dem Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Egal, ob eine permanente Mondbasis oder eine bemannte Mission zum Mars, für alle ehrgeizigen Projekte, die die Raumfahrtagenturen in den nächsten zehn Jahren planen, sei es unerlässlich, die im Weltraum vorhandenen Ressourcen zu nutzen. 

Luxemburg will dabei eine wichtige Rolle spielen. „Durch die Positionierung des Großherzogtums als europäisches Zentrum für die Nutzung von Ressourcen im Weltraum zeigt Luxemburg erneut, dass es zukunftsorientiert ist“, erklärt Wirtschaftsminister Franz Fayot. 

Start-ups an Luxemburg binden 

Während die Ankündigung des Großherzogtums, Rohstoffe im Weltall gewinnen zu wollen, zunächst mit Skepsis aufgenommen wurde, wird inzwischen deutlich, wie die Schritte dahin aussehen sollen. Im letzten Jahr ist mit dem „European Space Resources Innovation Centre“ (ESRIC) ein Forschungszentrum ins Leben gerufen worden, das die technische Grundlagen für den Abbau von Rohstoffen im All legen soll, und nun möchte das Wirtschaftsministerium in einem nächsten Schritt junge Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, nach Luxemburg lotsen.  

Mathias Link ist der Interimsdirektor des ESRIC.
Mathias Link ist der Interimsdirektor des ESRIC.
Foto: Luxemburger Wort/Anouk Antony

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur ESA, dem Inkubator Technoport und der Luxemburger Weltraumorganisation LSA werden Start-ups der Weltraumbranche gefördert. „Das Programm hat drei Phasen: Zwei Mal im Jahr können bis zu fünf Firmen an unseren Mentoring-Programm teilnehmen“, erklärt Mathias Link, der Interimsdirektor des ESRIC. Im Rahmen dieses Programmes werden die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Geschäftsmodelle und Businesspläne zu verfeinern. 

Die zweite Säule ist ein Inkubator, der im Technoport in Belval angesiedelt ist. Die besten Unternehmen können dort Büros beziehen, die Weltraumlabors und die technische Infrastruktur des ESRIC nutzen, um ihre Technologien zu testen und erhalten auch finanzielle Zuschüsse, sofern es ihnen gelingt, auch private Investoren wie Risikokapitalgeber von ihrer Idee zu überzeugen. 


Das Innovationscentre soll Forschung und Entwicklung rund um Weltraumfragen ankurbeln.
"Space Resources"-Forschungszentrum nimmt Arbeit auf
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Schließlich sollen Start-ups, das ist die dritte Säule, die besonders gut zu den Forschungsschwerpunkten passen, in dauerhaften Kooperationen ans ESRIC gebunden werden. „Die Idee ist, Unternehmen zu finden, die unsere langfristige Vision teilen, die aber andererseits auch kurzfristig funktionierende Geschäftsideen mitbringen“, so Link. Um diese Unternehmen zu finden und von dem Programm zu überzeugen, will das ESRIC die Netzwerke der ESA nutzen und in nächster Zeit auf internationalen Branchenevents die Werbetrommel rühren. Im Laufe des zweiten Halbjahrs soll das Programm weiter Gestalt annehmen.




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