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Welche Autos fährt Jean-Marc Gales?
Wirtschaft 2 Min. 25.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Unternehmer

Welche Autos fährt Jean-Marc Gales?

Mit Lotus verfolgt Jean-Marc Gales auch das Ziel, dass "die Autos zu Klassikern werden".
Luxemburger Unternehmer

Welche Autos fährt Jean-Marc Gales?

Mit Lotus verfolgt Jean-Marc Gales auch das Ziel, dass "die Autos zu Klassikern werden".
(Foto: Lex Kleren)
Wirtschaft 2 Min. 25.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Unternehmer

Welche Autos fährt Jean-Marc Gales?

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Der Luxemburger Lotus-Geschäftsführer verrät im deutschen Automobilmagazin Auto Motor und Sport, welche Autos er am liebsten fährt.

(ndp) - Der Luxemburger Jean-Marc Gales kann auf eine fast 30-jährige Karriere in der Autoindustrie zurückblicken. Nach Stationen bei VW, Fiat, GM, 
Daimler und PSA ist er seit Mai 2014 CEO der Sportwagenschmiede Lotus des malaysischen Konzerns DRB-Hicom/Proton.

Der Luxemburger Geschäftsführer verrät im deutschen Automobilmagazin Auto Motor und Sport, welche Autos er am liebsten fährt. "Für die Familie fahre ich einen Mercedes E 420 CDI, 2009er Baujahr. Als weiteren Wagen besitze ich ein gebrauchtes W124 Cabrio, einen 300er, Baujahr 1991. Den nehme ich aber nur bei schönem Wetter".

Was die Leute überraschen wird: der Luxemburger hat noch einen Porsche 911 Turbo 997, den er sich vor sechs Jahren gekauft hat, als er noch in Brüssel arbeitete. "Das Auto war damals fünf Jahre alt. Der Porsche ist leicht getunt auf 550 PS."

Lieber Gebraucht- als Neuwagen

Im Interview verrät Jean-Marc Gales, dass er für sich lieber Gebraucht- als Neuwagen kaufe. "Es ist ein bisschen ökonomisches Denken, weil einige dieser Autos als Neuwagen in den ersten Jahren schon einen deutlichen Wertverlust haben. Nach zehn Jahren legt ihr Wert dann wieder zu. Das ist auch ein wenig das Ziel, welches ich mit Lotus verfolge: Dass die Autos zu Klassikern werden. Meine Autos machen Spaß, sie sind Klassiker, die Wertentwicklung ist positiv: Was will man mehr? Es gibt keinen Grund, sie zu verkaufen, obwohl ich sie selten bewege. Unter der Woche dreht sich alles um Lotus."

Auf die Frage, mit welchem Auto er zur Arbeit fahre, antwortet er: "Ich fahre jeden Abend eine Weiterentwicklung, einen Lotus Prototyp. Das kann eine Änderung am Getriebe sein, an der Aerodynamik oder an der Federung und Dämpfung. Wenn es das Wetter erlaubt, drehe ich abends ein paar Runden auf unserer Rennstrecke, bevor ich heimfahre. Wenn ich daheim bin, gebe ich meinen Ingenieuren am späten Abend noch Feedback."

"Bin ein schlechter Beifahrer"

Sein erstes Auto war ein Fiat 127 von seinem Vater mit 903 cm³ Hubraum und 47 PS. "Er hatte schon 70.000 Kilometer drauf und ich bin ihn bis 110.000 Kilometer gefahren. Ich war ständig mit dem Auto im roten Bereich. Das einzige, was mich gestört hat, war, dass das Auto keinen Drehzahlmesser hatte. Aber ich wusste genau, wann ich im roten Bereich war. Weil ich gespürt habe, wann ich in welchem Gang bei welcher Geschwindigkeit über 6.500/min kam. Da wusste man, wann man besser überholt und wann nicht. Wir hatten zuhause immer zwei bis drei Autos und haben zusammen nach der Schule an ihnen geschraubt."

Jean-Marc Gales sagt von sich selbst, dass er ein schlechter Beifahrer sei. "Nur wenn ich müde bin. Dann lasse ich mich fahren. Weil es sonst gefährlich wird. Ich fahre gern selbst, achte auf jedes Geräusch".

Seine persönliche Lieblingsstrecke liegt zwischen Monaco und Genua und führt am Meer entlang. "Da kann man praktisch alle fünf Kilometer anhalten und einen sehr guten Cappuccino genießen. Das an einem sonnigen Tag in einem Sportwagen: Es gibt nicht viel, was das schlagen kann."


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