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Weitere vier Monate Zeit
Wirtschaft 10.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Weitere vier Monate Zeit

ABLV in Lettland wird abgewickelt - mit einem potenziellen Käufer für das Tochterunternehmen in Luxemburg wird verhandelt.

Weitere vier Monate Zeit

ABLV in Lettland wird abgewickelt - mit einem potenziellen Käufer für das Tochterunternehmen in Luxemburg wird verhandelt.
Foto: ABLV
Wirtschaft 10.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Weitere vier Monate Zeit

Marco MENG
Marco MENG
Die lettische Skandalbank ABLV ist insolvent und will ihr Tochterunternehmen im Großherzogtum verkaufen - die Frist hat das Gericht nun ein weiteres Mal verlängert, um mit Interessenten zu verhandeln.

Die Mitarbeiter in Luxemburg können weiter hoffen. Die Bank hat nun einen weiteren Aufschub bekommen, bevor ABLV Luxemburg abgewickelt werden müsste. Grund sind Gespräche mit potenziellen Käufern für die Niederlassung in Luxemburg. Auf der Grundlage der neuen Informationen hat das Handelsgericht Luxemburg den Schutzzeitraum um weitere vier Monate verlängert, um der Bank genügend Zeit für Vereinbarungen mit interessierten Parteien zu lassen, teilt ABLV mit.

Bereits einmal war die Frist für den Beginn der Liquidation um einen Monat verlängert worden, um der Bank mehr Zeit zu geben, einen Käufer für die ABLV in Luxemburg mit ihren rund 20 Mitarbeitern zu finden. Diese Frist war in der Nacht zum Mittwoch ausgelaufen.

Die vorherige Verlängerung habe „erhebliche Fortschritte" im Verkaufsprozess gebracht, teilt ABLV mit. Um wen es sich bei dem potenziellen Käufer handelt, mit dem verhandelt wird, wurde nicht bekannt gegeben.

Der lettischen Bank ABLV, 2017 Lettlands drittgrößtes Finanzinstitut, wird unter anderem vorgeworfen, US-Sanktionen gegen Nordkorea umgangen zu haben. Die Bank wurde daraufhin von der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Zahlungsverkehr ausgeschlossen und musste Insolvenz anmelden. In Lettland wird die Bank abgewickelt. Die Vorwürfe richten sich nicht gegen die rechtlich vom Mutterhaus unabhängige ABLV Luxembourg. Das Luxemburger Institut weise nach wie vor eine starke Finanzkraft auf, die es ihm ermögliche, alle seine Verpflichtungen gegenüber Kunden und Gläubigern zu erfüllen, heißt es.


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