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Weitere Ela-Notkredite für Griechenland
Wirtschaft 25.03.2015 Aus unserem online-Archiv
EZB

Weitere Ela-Notkredite für Griechenland

Der EZB-Sitz in Frankfurt.
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Weitere Ela-Notkredite für Griechenland

Der EZB-Sitz in Frankfurt.
AFP
Wirtschaft 25.03.2015 Aus unserem online-Archiv
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Weitere Ela-Notkredite für Griechenland

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Geldhahn für griechische Banken laut einem Medienbericht erneut weiter aufgedreht.

(dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Geldhahn für griechische Banken laut einem Medienbericht erneut weiter aufgedreht. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf eine mit dem Thema vertraute Person berichtete, erweiterten die Währungshüter den Rahmen für Notkredite auf über 71 Milliarden Euro.

Zuletzt hatte das Volumen der sogenannten Ela-Kredite («Emergency Liquidity Assistance») bei knapp 70 Milliarden Euro gelegen. Damit ist die Aufstockung höher als in den beiden Vorwochen, als sie Kreisen zufolge um 600 bzw. 400 Millionen Euro aufgestockt wurden.

Die griechischen Banken leiden unter Mittelabflüssen in Milliardenhöhe. Bürger und Unternehmen räumen wegen der ungewissen Zukunft des von der Pleite bedrohten Griechenlands ihre Konten leer. Seit 11. Februar können sich griechische Banken auch nicht mehr bei der EZB frisches Geld besorgen, weil die Notenbank Hellas-Staatsanleihen sowie staatlich garantierte Bankanleihen nicht mehr als Sicherheiten akzeptiert.

Die Institute sind daher auf die teureren ELA-Notkredite angewiesen. Diese vergibt die griechische Zentralbank, der EZB-Rat muss aber zustimmen und könnte ELA-Kredite mit Zwei-Drittel-Mehrheit stoppen, falls die Rückzahlung unwahrscheinlich ist. Über das maximale Volumen entscheidet die EZB seit kurzem wöchentlich.


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