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Weibliches Interesse am Technologiesektor ist weiterhin gering

Weibliches Interesse am Technologiesektor ist weiterhin gering

Foto: Shutterstock
Wirtschaft 26.04.2018

Weibliches Interesse am Technologiesektor ist weiterhin gering

Mara BILO
Mara BILO
In Luxemburg machen Frauen nur 12,5 Prozent der Beschäftigten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien aus.

Am Donnerstag findet in Luxemburg der „Girls in ICT Day“ statt. Die Veranstaltung, die im Lycée des Arts et Métiers organisiert wird, bietet jungen Mädchen die Möglichkeit, die Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) durch verschiedene Workshops zu entdecken. Im Anschluss an die Workshops findet eine Konferenz statt, bei der Frauen über ihre Erfahrungen im Technologiebereich berichten. Zu dieser Gelegenheit werden die EU-Justizkommissarin Vera Jourová, die Ministerin für Chancengleichheit Lydia Mutsch und der Bildungsminister Claude Meisch anwesend sein.


Bei Stundenlohn ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern deutlich geringer als beim Gesamteinkommen.
Bezahlung von Frauen: Luxemburg ist einer der Vorreiter in Europa
Bei den Löhnen ist die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in Luxemburg europaweit am geringsten. Das zeigen Zahlen der EU-Kommission, die die durchschnittliche Kluft von 16,3 Prozent schließen will.

Auf dem europäischen Arbeitsmarkt sind insgesamt nur wenig Frauen im IKT-Bereich beschäftigt. Eine gestern veröffentlichte Studie des europäischen Statistikamts Eurostat weist auf einen europäischen Durchschnitt von 17,2 Prozent hin (Stand: 2017). Das entspricht einer Gesamtzahl von 1,4 Millionen Frauen (von 8,4 Millionen im IKT-Bereich Beschäftigten insgesamt). Mit einem Anteil von 12,5 Prozent schneidet Luxemburg im Vergleich relativ schlecht ab. Eine ähnliche Beobachtung lässt sich auch in Hinsicht auf den

Anteil an weiblichen Studierenden im IKT-Sektor machen. Denn: Der europäische Durchschnitt liegt bei 16,7 Prozent (Stand: 2016), der luxemburgische aber bei weniger als zehn Prozent. Nur die Niederlande (sechs Prozent) und Belgien (acht Prozent) schneiden schlechter ab.