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Wegen Pilotenstreik: Lufthansa streicht 84 Flüge
Wirtschaft 2 Min. 07.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Wegen Pilotenstreik: Lufthansa streicht 84 Flüge

Ab Dienstag sollen die Langstreckenlinien bestreikt werden.

Wegen Pilotenstreik: Lufthansa streicht 84 Flüge

Ab Dienstag sollen die Langstreckenlinien bestreikt werden.
AFP
Wirtschaft 2 Min. 07.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Wegen Pilotenstreik: Lufthansa streicht 84 Flüge

Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa legen die Piloten an diesem Dienstag die Arbeit nieder. Der Streik auf der Langstrecke beginnt um 8 Uhr.

(dpa) - Die Lufthansa scheint die aktuelle Streikwelle ihrer Piloten zunächst gut abfedern zu können. Wegen der erneuten Streikdrohung der Vereinigung Cockpit (VC) hat die Fluggesellschaft für Montag und Dienstag 84 Langstreckenverbindungen abgesagt. 90 Überseeflüge sowie sieben Frachter können hingegen im Streikzeitraum zwischen 8 und 24 Uhr am Dienstag abheben, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte.

Für die streikgeplagten Fluggäste des Konzerns bedeutet das allerdings noch keine Entwarnung, denn die VC hat sich vorbehalten, den mittlerweile 13. Streik in dieser Tarifrunde zeitlich und auf andere Geschäftsbereiche auszuweiten. Infrage kommt dabei der Kurz-und Mittelstreckenverkehr der Lufthansa inklusive der Tochter Germanwings. Hier ist die Zahl der Maschinen wesentlich höher als im Interkontinentalverkehr. Lufthansa plant am Dienstag rund 1500 Flüge. Von den Streiks auf der Langstrecke sind zunächst nur Flüge in München, Frankfurt und Düsseldorf betroffen.

Streik soll hohen wirtschaftlichen Schaden anrichten

Man werde Aktionen jeweils einen Tag vorher ankündigen, sagte VC-Sprecher Markus Wahl am Montag. Schon in den vorangegangenen zwölf Streikrunden hatte die Gewerkschaft mehrfach diese Taktik gewählt, um der Fluggesellschaft Ausweichplanungen zu erschweren, zuletzt im März. „Es geht bei einem Streik schließlich darum, mit einem hohen wirtschaftlichem Schaden Eindruck beim Gegenüber zu hinterlassen“, sagte Wahl.

Passagiere aus den gestrichenen Flügen sollen laut Lufthansa so gut wie möglich auf andere Fluggesellschaften umgebucht werden, um sie doch noch ans Ziel zu bringen. Die entstehenden Mehrkosten muss die Lufthansa tragen.

Die Gewerkschaft hat die Gespräche mit dem Lufthansa-Management erneut für gescheitert erklärt. Nach Darstellung der VC hatte die Lufthansa es in einem Spitzengespräch mit Vorstandschef Carsten Spohr abgelehnt, die geplante Verlagerung von Flugzeugen und Arbeitsplätzen ins Ausland für die Zeit der Verhandlungen auszusetzen. Man könne nicht über Arbeitsplatzsicherheit diskutieren, wenn gleichzeitig Jobs ins Ausland verlagert würden, hatte VC-Sprecher Wahl erklärt.

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