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Vorstandsvorsitzender Blessing geht: Commerzbank verdient etwas weniger
Wirtschaft 02.11.2015

Vorstandsvorsitzender Blessing geht: Commerzbank verdient etwas weniger

Die Commerzbank rappelt sich auf und steigert den Gewinn.

Vorstandsvorsitzender Blessing geht: Commerzbank verdient etwas weniger

Die Commerzbank rappelt sich auf und steigert den Gewinn.
REUTERS
Wirtschaft 02.11.2015

Vorstandsvorsitzender Blessing geht: Commerzbank verdient etwas weniger

Im Tagesgeschäft läuft es bei der Commerzbank wieder. Der scheidende Konzernchef Blessing stellt die erste Ausschüttung an die Aktionäre seit seinem Amtsantritt im Mai 2008 in Aussicht.

(dpa) - Commerzbank-Chef Martin Blessing hält sein Institut in der Erfolgsspur und will sich mit der ersten Dividende seiner Amtszeit verabschieden. Im dritten Quartal 2015 steigerte das zweitgrößte deutsche Geldhaus den operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel auf 429 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte. Dabei profitierte das Institut erneut von kräftigen Zuwächsen im Privatkundengeschäft. Zudem musste die Bank dank der robusten Konjunktur weniger Geld für faule Kredite zurücklegen.

Unter dem Strich gab es allerdings einen Dämpfer. Der Überschuss sackte um acht Prozent auf 207 Millionen Euro ab. Grund dafür war vor allem eine deutlich höhere Steuerquote. Nach neun Monaten hat die Commerzbank unter dem Strich 853 Millionen Euro verdient, gut 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sieht sich der Konzern weiter auf Kurs zur ersten Dividendenzahlung seit 2008. „Aus heutiger Sicht plant der Vorstand, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 20 Cent je Aktie vorzuschlagen“, ließ Blessing mitteilen. Es wäre die erste Ausschüttung, seit er im Mai 2008 an die Konzernspitze kam.

Der 52-Jährige sieht den richtigen Zeitpunkt für seinen Abschied gekommen und will seinen im Oktober 2016 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Kurz nach seinem Amtsantritt im Mai 2008 hatte die Commerzbank mitten in der Finanzkrise die Dresdner Bank übernommen und musste in der Folge selbst mit mehr als 18 Milliarden Euro Steuergeldern vom Staat gerettet werden. Inzwischen sei die Bank wieder erfolgreich auf Kurs, bilanzierte Blessing.

Für die letzten Wochen des Jahres bleibt die Bank optimistisch. Im Kerngeschäft sollen Erträge und Marktanteile weiter wachsen.

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