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Volkswagen will bis zu 7000 Arbeitsplätze streichen
Wirtschaft 2 Min. 13.03.2019

Volkswagen will bis zu 7000 Arbeitsplätze streichen

Die Arbeitsplätze sollen bei der Kernmarke VW wegrationalisiert werden.

Volkswagen will bis zu 7000 Arbeitsplätze streichen

Die Arbeitsplätze sollen bei der Kernmarke VW wegrationalisiert werden.
AFP
Wirtschaft 2 Min. 13.03.2019

Volkswagen will bis zu 7000 Arbeitsplätze streichen

Europas größter Autobauer arbeitet bereits ein umfangreiches Sparprogramm ab. Aber der Konzern kündigt nun weitere Schritte an, um „auch in der Zeit nach 2020“ zu bestehen.

(dpa) - Der Volkswagen-Konzern will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen streichen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg weiter mitteilte, will VW Routineaufgaben automatisieren und unter anderem damit auch ab 2023 eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen. Stellen sollen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden.

Die Stellen sollen in der Verwaltung wegfallen. Inklusive der technischen Entwicklung beschäftigt VW in indirekten Bereichen rund 54.000 Mitarbeiter. Die allgemeinen Sachkosten und der Personalbedarf in der Verwaltung sollten um 15 Prozent gesenkt werden, hieß es vom Unternehmen.


(FILES) In this file photo taken on April 13, 2018 CEO of German car maker Volkswagen (VW) Herbert Diess poses after a press conference at the company's headquarters in Wolfsburg, central Germany. - German auto giant Volkswagen will posts its 2018 financial results and holds annual press conference on March 12, 2019. (Photo by Odd ANDERSEN / AFP)
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In den kommenden drei Jahren sieht der bei der Kernmarke fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter das Potenzial für wegfallende Stellen insgesamt sogar bei rund 11 000 Jobs. Denn jetzt stehen die geburtenstarken Jahrgänge von Anfang und Mitte der 1960er Jahre kurz vor dem Ruhestand.

Der Vorstand habe sich bisher geweigert, die Jahrgänge nach 1961 für die Altersteilzeit freizugeben, obwohl viele Kollegen nach einem langen und harten Arbeitsleben darauf warteten, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh. Er warnte aber vor einer Zwei-Klassen-Belegschaft. Der Vorstand müsse wissen, dass es bei den Angeboten zur Altersteilzeit keinen Unterschied zwischen Verwaltung und Produktion geben könne, betonte er.

„Wir müssen jetzt eine Betriebsvereinbarung abschließen, die unsere Informations- und Mitbestimmungsrechte regelt“, sagte Osterloh und verwies auf die bestehende Beschäftigungssicherung bis Ende 2025. Für die Altersteilzeit könne es nur das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit geben, bei der die Aufgabe entfällt und der Betroffene auch in den Ruhestand will.

Hintergrund ist, dass VW derzeit viel Geld in moderne IT-Systeme investiert. Das eröffnet Spielraum für das Management, über Stellenstreichungen Kosten zu sparen. Bereits seit einigen Tagen steht ein weiterer Personalabbau bei der Marke VW im Raum. Zudem will Volkswagen die Modellvielfalt reduzieren und Materialkosten senken.


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Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen mit der Arbeitnehmerseite bereits ein großes Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft. Es sieht den weltweiten Abbau von 30 000 Stellen vor, 23 000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollen 9000 Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen. Bisher hat das Unternehmen in diesem Rahmen netto 6300 Stellen abgebaut. Das Programm sollte eine Ergebnisverbesserung von 3,7 Milliarden Euro ab 2020 bringen und die Produktivität der Werke deutlich erhöhen.

VW-Konzernchef Diess will mit der neuen Sparrunde auch die Investitionen für den Schwenk zu Elektromodellen und Digitalisierung bezahlen. Die Marke VW verfehlte im vergangenen Jahr ihre Renditeziele, vor allem weil die Probleme rund um den neuen Abgas- und Verbrauchstest WLTP viel Geld kosteten. Weil Zulassungen nach dem neuen Prüftest fehlten, konnte lange Zeit nur ein eingeschränktes Modellangebot verkauft werden.


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