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Villeroy und Boch plant Übernahme von Ideal Standard

(dpa/lrs) - „Wir sind weiterhin in Gesprächen mit Ideal Standard“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Dienstag im saarländischen Mettlach. Die Verhandlungen seien ergebnisoffen. Wann es eine Entscheidung geben werde, sei noch unklar.

Am Dienstag teilte Villeroy und Boch mit, die für den 27. März in Merzig geplante ordentliche Hauptversammlung wegen des Coronavirus zu verschieben. Größere Versammlungen mit mehr als fünf Personen seien derzeit bis zum 20. April verboten. Durch die Absage verschiebe sich unter anderem der Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns 2019 und entsprechend die Auszahlung der Dividende, hieß es.

Auf die Entscheidung über einen möglichen Kauf von Ideal Standard habe die Terminverschiebung keinen Einfluss. Die Hauptversammlung sei nicht das Entscheidungsgremium für den Deal. Vorstandschef Frank Göring hatte Anfang Februar in Frankfurt gesagt, eine Entscheidung solle voraussichtlich bis zur Hauptversammlung Ende März fallen.

Villeroy und Boch hatte jüngst sein Interesse an dem Hersteller von Badezimmer-Keramik und Armaturen öffentlich gemacht. Bei einer Übernahme des Konkurrenten würde das Traditionsunternehmen aus dem Saarland seinen Umsatz rein rechnerisch auf mehr als 1,5 Milliarden Euro nahezu verdoppeln.  

Gestern

Slowakisches Gericht verurteilt geständigen Journalistenmörder

(dpa) - Mehr als zwei Jahre nach einem weltweit beachteten Journalistenmord hat ein slowakisches Sondergericht den Todesschützen Miroslav M. zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte 25 Jahre gefordert und legte deshalb Berufung gegen das aus ihrer Sicht zu milde Urteil ein. Die Richterin dagegen würdigte in ihrer Urteilsbegründung, dass sich M. geständig gezeigt und der Polizei wertvolle Informationen zu seinen Mittätern und zum mutmaßlichen Auftraggeber Marian Kocner gegeben hatte.

Das seit Januar laufende Gerichtsverfahren gegen Kocner und zwei weitere nicht geständige Angeklagte ist derzeit unterbrochen. Die bisherigen Verhandlungstage hatte jeweils eine große Zahl an Journalisten aus aller Welt direkt aus dem Gerichtssaal mitverfolgt. Wegen der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen musste der Prozess daher unterbrochen werden.

Miroslav M. hatte bereits zu Prozessbeginn gestanden, den Investigativ-Journalisten Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova im Februar 2018 erschossen zu haben. Er habe die beiden damals 27-Jährigen durch Schüsse in Kopf und Brust getötet, gab er im Januar in der öffentlichen Gerichtsverhandlung zu.

Der Investigativ-Journalist Kuciak hatte über zwielichtige Geschäfte des Unternehmers Marian Kocner berichtet, aber auch über andere Verfilzungen von Politik und Geschäftemacherei. Eine erst nach seinem Tod veröffentlichte Reportage über mögliche Verbindungen italienischer Mafia-Clans zu slowakischen Regierungsmitarbeitern löste Massendemonstrationen gegen Korruption aus und führte zum Rücktritt der damaligen Regierung. Der Millionär Kocner hatte nach der Tat mehrfach bestritten, die Tat bestellt und bezahlt zu haben.

Spanien: Zwei Millionen Masken aus Lagerhalle gestohlen

(dpa) - Ein Mann ist in Spanien wegen des Diebstahls von zwei Millionen Masken und weiterem Schutzmaterial im Gesamtwert von fünf Millionen Euro festgenommen worden. Der Unternehmer werde beschuldigt, die Güter aus einer Lagerhalle in Santiago de Compostela im Nordwesten des Landes entwendet und im Nachbarland Portugal verkauft zu haben, teilte die Polizei der Region Galizien am Montag mit. Der Mann sei dem Richter vorgeführt und anschließend unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

Der Verdächtige sei in der Nähe der Lagerhalle von Zeugen gesehen und auch von Überwachungskameras gefilmt worden, zitierte die Regionalzeitung „La Voz de Galicia“ einen Polizeisprecher. Bei dem Einbruch seien die Atemschutzmasken vom Typ FFP2, Handschuhe, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und weitere Produkte aus den Originalverpackungen entnommen worden, um zu verhindern, dass die Herkunft der Ware später zurückverfolgt werden könne.

Wie vielerorts herrscht seit Wochen auch in Spanien und Portugal wegen der Corona-Pandemie ein großer Mangel an Masken, Handschuhen und Schutzkleidung. Auch das medizinische Personal verfügt zum Teil nicht über genügend Schutzausrüstung.

In Bridel brannte ein Fahrzeug komplett aus.
Kurzmeldungen Lokales 06.04.2020

CGDIS meldet mehrere Brände

In Niederfeulen musste die ortsansässige Feuerwehr ausrücken, da ein Rasenmäher in Brand geraten war. 

Ebenfalls Feuer gefangen, hatte ein Auto in Bridel. Das Centre d'Incendie et de Secours aus Kopstal war im Einsatz. Der Wagen brannte komplett aus. 

In Esch/Alzette brannten mehrere Blumenkübel. Die Einsatzzentren aus Esch und Schifflingen rückten aus. 


Mann in Österreich hortete eine Million Schuss Munition

 (dpa) - Ein 65-jähriger Österreicher hat in seinem Keller eine Million Schuss Munition, mehr als 150 Waffen und 100 Schalldämpfer gehortet. Den Polizisten habe sich bei der Durchsuchung des mit Waffen randvollen Kellers im Bezirk Freistadt ein erschreckendes Bild gezeigt, teilten die Behörden am Montag mit. Der Mann sei am Freitag nach einer Anzeige seiner Ex-Freundin festgenommen worden und sitze in Untersuchungshaft. 

Die Ex-Freundin hatte der Ehefrau die jahrelange Affäre gestanden und daraufhin Angst vor dem 65-Jährigen bekommen. Der soll sich früher mit seinen Kontakten zu ausländischen Killern gebrüstet und selber immer eine Waffe getragen haben. Der Gesamtwert des Waffenlagers betrage rund 300.000 Euro, so die Polizei.

Der Rentner will seit 20 Jahren die Waffen gesammelt haben. Er interessiere sich für Waffentechnik, habe er in einer ersten Befragung zu seinem Motiv gesagt.     

Ukraine: Löscharbeiten in radioaktivem Wald

(dpa) - In der Ukraine dauern die Löscharbeiten in radioaktiv belasteten Waldstücken der Tschernobyl-Sperrzone an. Die radioaktive Hintergrundstrahlung in den angrenzenden Gebieten der Region Kiew sei im Normbereich, teilte der Katastrophenschutz am Montag mit. Es würden weiterhin etwa 25 Hektar Wald brennen.

Rund 140 Feuerwehrleute seien im Einsatz. Unterstützt würden sie durch zwei Löschflugzeuge und einen Hubschrauber.

Dem geschäftsführenden Leiter der Umweltbehörde in Kiew, Jegor Firsow, zufolge würden allerdings auch außerhalb der Sperrzone insgesamt 100 Hektar brennen. Zudem berichtete er von erhöhten Radioaktivitätswerten. Dies wurde jedoch offiziell nicht bestätigt. Die Feuer sind am vergangenen Samstag ausgebrochen.

Nach der Explosion des Blocks vier im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv belastete Landstriche um die Atomruine gesperrt. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt.

Kurzmeldungen Lokales 06.04.2020

Zwei kleinere Feuerwehreinsätze am Sonntag

Am Sonntagabend gab es zwei kleinere Feuerwehreinsätze in Luxemburg.

In der Rue Jean Majerus in Mersch gab es gegen 17.20 Uhr einen Kaminbrand.

In "Op de Rousen" in Roodt-Eisch (Simmern) brannte kurz nach Mitternacht eine Hecke.

Vorgestern

Saarland: Mann schießt in seiner Wohnung auf Spielzeugclown

(dpa/lrs) - Schüsse in einem Wohnhaus in Saarbrücken haben am Sonntag einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nachdem die Polizei alarmiert worden war, fuhren mehrere Streifenwagen zu dem Anwesen im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler, wie die Polizeiinspektion Sulzbach mitteilte. Es habe sich herausgestellt, dass ein polizeibekannter Mann in seiner Wohnung mehrfach geschossen habe. Demnach rückte unter anderem ein Spezialeinsatzkommando (SEK) an. Der Polizei gelang es nach eigenen Angaben nach einiger Zeit den 68-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen. Der Mann kam zur Tür und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er habe angegeben, ihm sei langweilig gewesen. Deswegen habe er auf einen Spielzeugclown geschossen. Der Mann kam den Angaben zufolge in eine Spezialklinik. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes unter anderem mit einem Polizeihund entdeckten die Beamten eine Luftdruckpistole und eine Schreckschusswaffe.

Kurzmeldungen Lokales 05.04.2020

Bei Bour: Auto gegen Baum

(sas) - Ein Autofahrer prallte in der Nacht auf Sonntag gegen 2.15 Uhr auf der RN12 zwischen Bour und Dondelingen mit seinem Wagen gegen einen Baum. Dabei wurde der Fahrer verletzt, wie der Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS) mitteilt. Wie es zu dem Unfall kam, ist nicht bekannt.