Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Viele Arbeitnehmer wollen zurück ins Büro
Wirtschaft 2 Min. 20.04.2021

Viele Arbeitnehmer wollen zurück ins Büro

Eine Frau sitzt mit einem Laptop an einem Tisch im Homeoffice.

Viele Arbeitnehmer wollen zurück ins Büro

Eine Frau sitzt mit einem Laptop an einem Tisch im Homeoffice.
Foto: dpa
Wirtschaft 2 Min. 20.04.2021

Viele Arbeitnehmer wollen zurück ins Büro

Das Homeoffice ist für viele Arbeitnehmer in den vergangenen Monaten zum Alltag geworden. Doch so ganz können sich die Luxemburger offenbar nicht damit anfreunden.

(ndp) - Die Corona-Krise zwang viele Unternehmen in Luxemburg, ihren Arbeitsalltag umzustellen, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden. Dadurch etablierte sich das Homeoffice als bevorzugte Arbeitsweise. Doch ist dieses Modell – nach Monaten – immer noch so beliebt?

Laut einer aktuellen Randstad-Umfrage wollen 73 Prozent der Befragten zumindest teilweise, wenn nicht sogar ganz, an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. In der Umfrage wurden im ersten Trimester 2021 800 Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Branchen gefragt.

In Luxemburg haben 48 Prozent der Arbeitnehmer einen Job, der es ihnen erlaubt, von zu Hause aus zu arbeiten. In der Umfrage geben 68 Prozent der Arbeitnehmer an, dass sie den Kontakt zu ihren Kollegen vermissen, 46 Prozent finden es schwierig, eine gesunde Work-Life-Balance einzuhalten und 30 Prozent fühlen sich isoliert. Dieses Isolierungsgefühl betrifft laut Randstad vor allem die 18- bis 24-Jährigen - 43 Prozent dieser Alterskategorie leiden darunter.


Carpenters in wood workshop using laptop and working on project
Luxemburger Firmen digitalisieren sich - zum Teil wenigstens
„Es hat ein Wandel im Denken stattgefunden“, sagt Anne Majerus, Chef de service eHandwierk der Chambre des Métiers. Allerdings: während die einen in Digitalisierung investieren, schieben andere das angesichts fehlender Einnahmen auf.Das könnte sich als Fehler erweisen.

52 Prozent der Arbeitnehmer in Luxemburg haben einen Job, der es ihnen nicht erlaubt, aus der Ferne zu arbeiten. Unter den Hauptschwierigkeiten oder -einschränkungen, mit denen diese Arbeitnehmer konfrontiert sind, befindet sich an erster Stelle die Verpflichtung, während der gesamten Arbeitszeit eine Maske zu tragen (67 Prozent). 36 Prozent empfinden ein hohes und ständiges Ansteckungsrisiko mit dem Virus und 33 Prozent geben an, dass sie eine höhere Arbeitsbelastung haben, weil manche Kollegen krank oder in Isolation sind.

Keine Angst vor Arbeitsplatzverlust

Die Umfrage in Luxemburg zeigt auch, dass die Arbeitnehmer nicht besonders besorgt sind, ihren Arbeitsplatz in den kommenden Monaten zu verlieren. Nur fünf Prozent machen sich Sorgen, weil sie einen befristeten Vertrag haben, und sechs Prozent, weil die staatliche Unterstützung ausläuft und die finanzielle Situation ihres Arbeitgebers darunter leiden wird. In den Nachbarländern und weltweit sind diese Raten laut Randstad viel höher und liegen bei über 20 Prozent. 

Die Rolle der Impfung

38 Prozent der Arbeitnehmer geben schließlich an, dass sie sich am Arbeitsplatz erst dann sicher fühlen, wenn die Menschen um sie herum geimpft sind;  32 Prozent bevorzugen Homeoffice bis der Impfstoff weit verbreitet ist.  

Laut Umfrage werden nur sechs Prozent der Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber „gezwungen“, sich impfen zu lassen; 56 Prozent geben an, dass sie dazu ermutigt werden. Eine überwältigende Mehrheit (69 Prozent) der Befragten sagt, dass sie bereit wären, sich impfen zu lassen, wenn es notwendig sei, um ihren Arbeitsplatz zu behalten. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Luxemburger Firmen digitalisieren sich - zum Teil wenigstens
„Es hat ein Wandel im Denken stattgefunden“, sagt Anne Majerus, Chef de service eHandwierk der Chambre des Métiers. Allerdings: während die einen in Digitalisierung investieren, schieben andere das angesichts fehlender Einnahmen auf.Das könnte sich als Fehler erweisen.
Carpenters in wood workshop using laptop and working on project