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Verkauf der BIL: Staat hat kein Angebot auf dem Tisch liegen
Wirtschaft 05.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Verkauf der BIL: Staat hat kein Angebot auf dem Tisch liegen

Die katarischen Hauptaktionäre würden die BIL für 1,5 Milliarden Dollar verkaufen wollen, meldete Bloomberg vergangene Woche.

Verkauf der BIL: Staat hat kein Angebot auf dem Tisch liegen

Die katarischen Hauptaktionäre würden die BIL für 1,5 Milliarden Dollar verkaufen wollen, meldete Bloomberg vergangene Woche.
Foto: BIL
Wirtschaft 05.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Verkauf der BIL: Staat hat kein Angebot auf dem Tisch liegen

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Finanzminister Pierre Gramegna reagiert auf Berichte über einen möglichen Verkauf der Banque internationale à Luxembourg. Manche Antwort bleibt er jedoch schuldig auf die Fragen von zwei Abgeordneten.

(las) - Finanzminister Pierre Gramegna ist formell: Aktuell habe der Staat kein Kaufangebot für die Banque Internationale à Luxembourg (BIL) vorliegen. Die katarische Königsfamilie wolle ihre Anteile in Höhe von 90 Prozent an der BIL verkaufen, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg dagegen vor einer Woche berichtet. Der Staat ist bei der BIL Minderheitsaktionär mit einem Anteil von 10 Prozent.

Es sei nicht die Rolle des Finanzministers "Spekulationen" in der Presse zu kommentieren, antwortete Gramegna auf eine parlamentarische Frage der CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Gilles Roth. Allerdings betont der Finanzminister, dass Investoren regelmäßig ein allgemeines Interesse an Banken des Finanzplatzes äußern würden - darunter auch die BIL. Es gebe jedoch kein konkretes Projekt. Falls es zu einem Verkauf kommen würde, müsste die Europäische Zentralbank erst grünes Licht geben, weil die BIL als systemische Bank eingestuft ist.

Eine Antwort bleibt der Finanzminister aber schuldig: Die CSV-Abgeordneten fragten ebenfalls nach Verkaufsplänen für die KBL European Private Banker (KBL epb), die ebenfalls dem Finanzunternehmen der katarischen Königsfamilie, Precision Capital, gehört. Der Generaldirektor der KBL epb, Yves Stein, sagte am Mittwoch, es gebe seines Wissens keine Verkaufspläne.


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