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Verbraucherschutz stellt neue Broschüre vor: Einfache Tipps, die gegen Geldsorgen helfen
Wirtschaft 2 Min. 09.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Verbraucherschutz stellt neue Broschüre vor: Einfache Tipps, die gegen Geldsorgen helfen

Wo ist das Geld hin? Immer mehr Menschen haben in Luxemburg mit Schulden zu kämpfen.

Verbraucherschutz stellt neue Broschüre vor: Einfache Tipps, die gegen Geldsorgen helfen

Wo ist das Geld hin? Immer mehr Menschen haben in Luxemburg mit Schulden zu kämpfen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 2 Min. 09.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Verbraucherschutz stellt neue Broschüre vor: Einfache Tipps, die gegen Geldsorgen helfen

Am Freitag stellte die ULC ihre neue Broschüre "Geldsorgen. Schulden. Verschuldung" vor. Sie liefert viele hilfreiche Tipps, wie Verbraucher ihre Geldprobleme am besten in den Griff bekommen.

(miz) -Das aktuellste Smartphone, ein schickes Auto oder eine neue Küche – Luxemburgs Verbraucher kaufen immer mehr auf Pump - und riskieren somit sich schneller zu verschulden.

Die Hälfte der Haushalte in Luxemburg sei bereits verschuldet, so ULC-Präsident Nico Hoffmann während einer Pressekonferenz am Freitag. Der Verbraucherschutz versucht dieser Tendenz mit der neuen Broschüre "Geldsorgen. Schulden. Verschuldung" entgegenzuwirken und liefert konkrete Vorschläge, wie man sein Geld handhaben soll.

Das Heft soll dabei nicht nur denjenigen helfen, die bereits mit Schulden zu kämpfen haben, es soll auch präventiv informieren, wie man einer Schuldenfalle entgehen kann.

Aggressive Werbung verleitet zu überflüssigen Käufen

Ursachen für Schulden gibt es viele: Überteuerte Kredite, plötzliche Schicksalsschläge wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidung oder auch ein falsches Konsumverhalten. Dazu kommt eine omnipräsente Werbung, die die Verbraucher zu immer neuen, aber nicht unbedingt notwendigen Käufen verleitet.

Monique Follmann-Fohl, Autorin der Broschüre, erklärt, es sei deshalb in einem ersten Schritt wichtig, sich einen Überblick über seine Ein- und Ausgaben zu verschaffen. "Nur wer weiß, wie viel er hat, kann einschätzen, wie viel er ausgeben darf."

Daneben liefert sie in der Broschüre einfache Ratschläge, wie man die Schuldenfalle am besten umgeht: Internet- oder Ratenkäufe meiden, eher bar als mit Karte zahlen, weitestgehend auf Kredite für Urlaube, Autos oder Möbel verzichten - um nur einige Punkte zu nennen.

Schulden sind ein Tabuthema

Wer denkt, nur Menschen mit einem kleinen Einkommen seien von Schulden und Geldsorgen betroffen, liegt falsch: "Wir sind eben nicht so ein reiches Land, wie es uns immer vorgegaukelt wird", so Nico Hoffmann. Dessen müsse man sich bewusst werden - und entsprechend handeln.

Autorin Monique Follmann-Fohl macht in der Broschüre auf das Thema Geldsorgen aufmerksam.
Autorin Monique Follmann-Fohl macht in der Broschüre auf das Thema Geldsorgen aufmerksam.
Foto: Steve EASTWOOD

Und: Der Verbraucherschutz hebt hervor, dass Menschen mit Geldsorgen nicht alleine gelassen werden. Betroffene können sich bei der ULC, der Ligue médico-sociale, Inter-Actions oder den Sozialämtern der Gemeinden informieren. Man müsse sich nur trauen, Hilfe anzunehmen, so Monique Follmann-Fohl.

"Mut tut gut", sagt sie - weiß aber auch, dass Geldsorgen ein großes Tabuthema innerhalb der Gesellschaft sind. "Man ist nicht weniger wert, nur weil man Geldsorgen hat. Und man ist mit seinen Problemen nicht alleine." Es sei nur wichtig, den ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen und sich zu informieren.

Die Broschüre "Geldsorgen. Schulden. Verschuldung" kann man bei der ULC für 5 Euro bestellen, das Heft gibt es in deutscher und französischer Sprache. Weitere Informationen unter www.ulc.lu.



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