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Verbraucherpreise ziehen an
Wirtschaft 17.02.2021

Verbraucherpreise ziehen an

Obst und Gemüse waren im Januar teurer als Ende des Jahres.

Verbraucherpreise ziehen an

Obst und Gemüse waren im Januar teurer als Ende des Jahres.
Foto: Marc Thiel
Wirtschaft 17.02.2021

Verbraucherpreise ziehen an

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Im Januar ist der Preisindex um 0,7 Prozent im Vergleich zum Monat Dezember nach oben gegangen.

Wenn die Verbraucherpreise zu Beginn des Jahres deutlich angezogen haben, so ist dies hauptsächlich den gestiegenen Energiepreisen zuzuschreiben, wie das statistische Amt Statec am Mittwoch mitteilt.

Erdölprodukte haben sich im Monatsvergleich um elf Prozent verteuert, nicht zuletzt auch durch die Einführung der CO2-Steuer. Heizöl wurde unter dem Strich 19,6 Prozent teurer, Haushalte, die mit Gas heizen, müssen 10,3 Prozent mehr berappen. Auch Diesel (plus 8,3%) und Benzin (plus 7,5%) haben sich verteuert.

Lebensmittel: gemischte Bilanz


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Bei den Lebensmitteln verzeichnet man bei Meeresfrüchten einen Anstieg um 4,5 Prozent, Obst und Gemüse stiegen sogar um 7,4 Prozent. Günstiger wurden dagegen Trockenfleisch (minus 2,7 %), Milch (minus 3,5%) und Kartoffeln (minus 1,4%). Unter dem Strich waren Lebensmittel 1,3 Prozent teurer, als ein Jahr zuvor.

Finanzdienstleistungen waren im Januar 1,8 Prozent teurer als einen Monat zuvor, auch Friseurbesuche kosteten 1,6 Prozent mehr, genauso wie Werkstattbesuche im KFZ-Bereich (plus 1,5 %).

Flugreisen im freien Fall

Deutlich günstiger waren im Januar Flugtickets zu haben. Sie fielen um 16,9 Prozent, Pauschalreisen wurden generell um 8,2 Prozent günstiger. Auch bei Eisenbahnreisen notierte man Rückgänge.

Fazit

Auf ein Jahr gesehen stieg die Inflationsrate auf 1,9 Prozent, nachdem sie im Dezember noch bei 0,6 Prozent gelegen hatte. Wegen der Verschiebung der „Solden“ war deren Einfluss im ersten Monat des Jahres nicht zu spüren. Würde man den Schlussverkauf in der Bilanz von Januar  2020 herausrechnen, betrüge die Teuerung im Jahresvergleich 0,4 Prozent, so der Statec. Der Preisindex steigt im Januar von 880,18 auf 881,88 Punkte. Eine Indextranche - eine generelle Erhöhung der Löhne um 2,5 Prozent - erfällt bei einem Index von 895,78.



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