Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Vega-Rakete abgehoben: Satellit aus Luxemburg an Bord
Wirtschaft 03.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Vega-Rakete abgehoben: Satellit aus Luxemburg an Bord

Die Vega-Rakete hatte mehrere Kleinsatelliten mit an Bord.

Vega-Rakete abgehoben: Satellit aus Luxemburg an Bord

Die Vega-Rakete hatte mehrere Kleinsatelliten mit an Bord.
Bild: ESA
Wirtschaft 03.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Vega-Rakete abgehoben: Satellit aus Luxemburg an Bord

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Nach einem Fehlstart und mehreren wetterbedingten Verzögerungen war es in der Nacht auf Donnerstag endlich so weit: Die Vega-Rakete, mitsamt Satellit aus Luxemburg, hob am Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ab.

Nach mehreren Verschiebungen und einem Fehlstart im Juli war es in der Nacht auf Donnerstag endlich so weit: Die europäische Vega-Rakete hob ohne Zwischenfälle um 2.52 MEZ am Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guyana ab. Mit an Bord der von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelten Trägerrakete war unter anderem auch ein Satellit aus Luxemburg. Eigentlich hätte die Rakete bereits im März abheben sollen, der ursprüngliche Termin musste allerdings aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden.


Wirtschaft, Astroid Day - Interview Marc Serres, foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Luxembourg Space Agency: "Die Raumfahrt leistet einen wichtigen Beitrag"
Marc Serres über die Entwicklung der „Luxembourg Space Agency“, die möglichen Auswirkungen der Corona-Krise und den Abbau von Rohstoffen im Weltall.

Insgesamt flog die Vega des europäischen Raumfahrtdienstleisters Arianespace sieben Mikrosatelliten mit einem Gewicht von jeweils zwischen 15 und 150 Kilogramm ins Weltall. 46 sogenannte CubeSats, würfelförmige Kleinsatelliten, waren ebenfalls mit dabei. Es war der erste sogenannte „Rideshare-Flug“ einer Vega-Rakete. Bei diesen Flügen werden Satelliten und Sonden mehrerer Auftraggeber zusammen ins All befördert.

Sämtliche Satelliten wurden bereits in ihrer Umlaufbahn ausgesetzt. Sie befinden sich nun im Orbit, in einer Höhe von zwischen 515 und 530 Kilometern. Der letzte Satellit sei rund 104 Minuten nach Takeoff freigegeben worden, so die ESA in einer Mitteilung am Morgen.

Etwa die Hälfe der 53 Satelliten, die ihren Weg in den frühen Morgenstunden ins All gefunden haben, stammen aus europäischen Ländern. Insgesamt trug die Rakete Kleinsatelliten für 21 Kunden mit sich.

Der luxemburgische ESAIL-Satellit kurz vor dem Transport zum Weltraumbahnhof.
Der luxemburgische ESAIL-Satellit kurz vor dem Transport zum Weltraumbahnhof.
Foto: ESA / Luxspace

Aus Luxemburg war der von LuxSpace gebaute ESAIL-Satellit mit an Bord, der vor allem dafür genutzt werden soll, weltraumbasierte Lösungen für den Seeverkehr anzubieten. Mithilfe des Satelliten aus Luxemburg können die Standorte von Schiffen nachverfolgt werden, indem deren Funknachrichten in einem automatischen Identifikationssystem weltweit ermittelt werden können. Dadurch könne man nicht nur zur Sicherheit auf See beitragen, so die ESA, sondern auch die Fischerei und die Einhaltung des Umweltschutzes auf hoher See besser überwachen.

Neben dem luxemburgischen Satellit waren unter anderem auch Satelliten aus Belgien und Spanien mit an Bord. Der Vega-Flug wurde in Teilen von der EU im Rahmen des Programms Horizon 2020 finanziert.

Ihren Jungfernflug absolvierte die Vega am 13. Februar 2012. Im Sommer 2019 war es zu einem Fehlstart einer Vega-Rakete gekommen. Beim Start zerbrach sie in zwei Teile. Schuld war wahrscheinlich ein Defekt im vorderen Teil des Triebwerks. Der Start am Donnerstagmorgen war der erste Start einer Vega-Rakete seit dem Zwischenfall.

Die Vega-Rakete setzte die Kleinsatelliten in einer Umlaufbahn in Höhe von 515 bis 530 Kilometern Höhe ab.
Die Vega-Rakete setzte die Kleinsatelliten in einer Umlaufbahn in Höhe von 515 bis 530 Kilometern Höhe ab.
Bild: ESA


Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Europa will seine Stellung beim Satellitentransport ins All sichern. Die neue Ariane-6-Rakete soll deshalb billiger fliegen. Zunächst gibt es aber eine Milliarden-Starthilfe vom Steuerzahler.
Die Ariane 5 (hier ein Start vom 2. August 2012 war bislang das Rückgrat des ESA-Programms.