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USA wollen Luxemburger Oligarchen-Jet beschlagnahmen
Wirtschaft 07.06.2022
Flotte von Abramowitsch

USA wollen Luxemburger Oligarchen-Jet beschlagnahmen

Die Maschine mit der Kennung LX-RAY ist in Luxemburg registriert.
Flotte von Abramowitsch

USA wollen Luxemburger Oligarchen-Jet beschlagnahmen

Die Maschine mit der Kennung LX-RAY ist in Luxemburg registriert.
Foto: US-Justizministerium
Wirtschaft 07.06.2022
Flotte von Abramowitsch

USA wollen Luxemburger Oligarchen-Jet beschlagnahmen

Dustin MERTES
Dustin MERTES
US-Behörden haben einen Beschlagnahmebeschluss für zwei Jets von Roman Abramowitsch ausgestellt, die zu „Global Jet Luxembourg“ gehören. Das dürfte allerdings schwierig werden.

Die US-Behörden haben einen Beschlagnahmebeschluss für zwei Flugzeuge des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch ausgestellt. Dieses Vorgehen betrifft auch eine in Luxemburg registrierte Maschine. Das hat das US-Justizministerium am Montag mitgeteilt.

Die in Luxemburg bei „Global Jet Luxembourg“ registrierte Gulfstream G650ER mit der Kennung LX-RAY gehört dem Unternehmen Clear Skies Flights Limited auf der Insel Jersey, welches wiederum Teil eines umfangreichen Netzwerks von Briefkastenfirmen ist, die Roman Abramowitsch zugeschrieben werden, so die US-Behörde. 

Neben der in Luxemburg registrierten Maschine ist auch eine Boeing 787-8 von „Global Jet Luxembourg“ betroffen, die allerdings auf Aruba mit der Kennung P4-BDL registriert ist. Dies geht aus einem Beschlagnahmebeschluss des US-Bezirksgerichts für den südlichen Bezirk von New York hervor. 

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Die Flugzeuge sollen aufgrund wahrscheinlicher Verstöße gegen den Export Control Reform Act (ECRA) und die gegen Russland verhängten Sanktionen beschlagnahmt und eingezogen werden. Unter anderem dürfen in den USA produzierte Maschinen aktuell nicht nach oder innerhalb von Russland betrieben werden. Dies trifft auch zu, wenn die Flugzeuge sich im Besitz oder unter der Kontrolle Russlands oder eines russischen Staatsbürgers befinden. Auch gecharterte oder geleaste Jets fallen unter die Regel.

Konkret sei die Boeing am 4. März 2022 nach Russland geflogen und befindet sich aktuell in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die in Luxemburg registrierte Gulfstream wurde am 12. und 15. März 2022 nach Russland geflogen und befindet sich weiterhin dort. 

Konkret hat das für die Sanktionen verantwortliche Bureau of Industry and Security gegen Abramowitsch eine Strafe in Höhe des doppelten Wertes der Boeing und der Gulfstream verhängt. Laut dem Branchenportal aero.de liegt der Wert beider Maschinen bei rund 410 Millionen US-Dollar.

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