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USA wollen erneut Jet von Global Jet Luxembourg beschlagnahmen
Wirtschaft 17.08.2022
Verbindung zu Oligarchen

USA wollen erneut Jet von Global Jet Luxembourg beschlagnahmen

Der Airbus A319 soll mehr als 90 Millionen US-Dollar wert sein.
Verbindung zu Oligarchen

USA wollen erneut Jet von Global Jet Luxembourg beschlagnahmen

Der Airbus A319 soll mehr als 90 Millionen US-Dollar wert sein.
Foto: US Department of Justice
Wirtschaft 17.08.2022
Verbindung zu Oligarchen

USA wollen erneut Jet von Global Jet Luxembourg beschlagnahmen

Dustin MERTES
Dustin MERTES
Erneut hat das US-Justizministerium einen Jet der luxemburgischen Privat-Airline im Visier, der in Verbindung zu einem russischen Oligarchen stehen soll.

Das US-Justizministerium hat ein weiteres Flugzeug aus der Flotte von Global Jet Luxembourg im Visier. Konkret geht es um einen Airbus A319 mit dem Kennzeichen P4-MGU, der in Verbindung zum russischen Oligarchen Andrei Skoch stehen soll. „Skoch ist über eine Reihe von Briefkastenfirmen und Treuhandgesellschaften, die mit seiner Lebensgefährtin verbunden sind, der wirtschaftliche Eigentümer des Airbus“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.


Die Maschine mit der Kennung LX-RAY ist in Luxemburg registriert.
USA wollen Luxemburger Oligarchen-Jet beschlagnahmen
US-Behörden haben einen Beschlagnahmebeschluss für zwei Jets von Roman Abramowitsch ausgestellt, die zu „Global Jet Luxembourg“ gehören.

Bereits im Juni waren zwei bei Global Jet Luxembourg registrierte Maschinen vom Typ Gulfstream G650ER und Boeing 787-8 ins Visier der US-Behörde geraten, die Verbindungen zum russischen Oligarchen Roman Abramowitsch sah.

Skoch ist schon länger Ziel von US-Sanktionen, nachdem 2018 der Verdacht aufgekommen war, dass er Beziehungen zum organisierten Verbrechen habe. Trotzdem tätigte der Oligarch weiter Transaktionen in Dollar, „um die Registrierung des Airbus in Aruba und die Prämien für die Luftfahrtversicherung des Airbus zu bezahlen, die jeweils notwendige Ausgaben für die Wartung und den Betrieb des Airbus waren“, wie der aerotelegraph berichtet. Dies war ein Verstoß gegen das Geldwäschegesetz und resultierte nun in der Beschlagnahmung des Airbus A319, der laut US-Justizministerium mehr als 90 Millionen Dollar wert ist.

Der Standort des bei Global Jet Luxembourg registrierten Fliegers ist aktuell unbekannt, weswegen auch der Beschlagnahme-Beschluss erst einmal ins Leere laufen dürfte. In Branchenkreisen wird spekuliert, dass der A319 derzeit in Kasachstan stehe.

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