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US-Spirituosenverband „extrem besorgt“ wegen Handelsstreits
Wirtschaft 08.06.2018

US-Spirituosenverband „extrem besorgt“ wegen Handelsstreits

US-Spirituosenverband „extrem besorgt“ wegen Handelsstreits

Foto: Getty Images/iStockphoto
Wirtschaft 08.06.2018

US-Spirituosenverband „extrem besorgt“ wegen Handelsstreits

Exporte im Wert von 759 Millionen Dollar (643 Mio Euro) seien betroffen, so der Verband. Das schade auch der US-Landwirtschaft.

(dpa) - Der Verband der amerikanischen Spirituosenhersteller hat mit deutlichen Worten vor den Folgen des Streits zwischen den USA und internationalen Handelspartnern gewarnt. Die Branche sei „extrem besorgt“ aufgrund möglicher Vergeltungsmaßnahmen der EU und anderer Länder wegen der von den USA verhängten Zölle auf Stahl und Aluminium, schrieb die Lobby-Organisation US Distilled Spirits Council in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an Handelsminister Wilbur Ross.


This handout photo taken on May 31, 2018 and released on June 05, 2018 by the press office of Ternium Industrial Center, shows workers walking past steeel pieces at the industrial plant in Pesqueria, Nuevo Leon state, Mexico. 
The Mexican Secretary of Economy informed that some US products, such as steel, pork meat and apples will be charged with tariffs between 15% and 25%, in response to those placed by the US to aluminium and even to steel of its NAFTA partners. / AFP PHOTO / Ternium Industrial Center / HO / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO /Ternium Industrial Center" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
EU-Vergeltungszölle gelten ab Juli
Die europäischen Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder sollen Anfang Juli wirksam werden.

Exporte im Wert von 759 Millionen Dollar (643 Mio Euro) seien betroffen, das entspreche 46 Prozent der Spirituosen- und 65 Prozent der Whiskey-Ausfuhren der US-Hersteller. Die Vergeltungszölle der Handelspartner könnten nicht nur den Produzenten der Getränke, sondern auch der US-Landwirtschaft ernsthafte Schäden zufügen. Indirekt seien etwa 1,5 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt, die die US-Wirtschaft in den vergangenen Jahren mit starkem Wachstum gestützt habe, heißt es in dem Schreiben.

Umstrittene Handelspolitik

Die konfrontative Handelspolitik von Präsident Donald Trump ist auch innerhalb der USA hoch umstritten. Während Stahl- und Alu-Firmen, die von dem harten Kurs profitieren könnten, nur relativ wenige Arbeiter beschäftigen und einen vergleichsweise überschaubaren Teil zur Wirtschaftsleistung beisteuern, könnten die Zölle für etliche andere Branchen negative Folgen haben. Auch die US-Handelskammer hatte deshalb bereits vor dem Verlust von zahlreichen US-Jobs gewarnt. Besonders besorgt sind Firmen wie der Motorradbauer Harley-Davidson, deren Produkte direkt von Vergeltungszöllen betroffen sind.


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(FILES) In this file photo taken on March 15, 2018  An 8-inch thick slab is heated before being rolled into a 1/10 to 3/4-inch thick coil of steel at the NLMK Indiana steel mill in Portage, Indiana.  
The European Union will announce within hours steps to retaliate against harsh US tariffs on steel and aluminium imports from the bloc, EU chief Jean-Claude Juncker said on May 31, 2018. The 28-nation bloc "will announce in the next coming hours counter-balancing measures," Juncker told a conference in Brussels after Washington said its new tariffs would be effective from 0400 GMT Friday.
 / AFP PHOTO / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / SCOTT OLSON
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This picture taken on March 5, 2018 shows a Chinese employee watching red hot steel at a steel plant in Zouping in China's eastern Shandong province.
A trade war with the US will benefit no one, China warned on March 8, adding it was prepared to give as good as it gets if US President Donald Trump fires the first shots. / AFP PHOTO / - / China OUT
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