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US-Handelskrieg mit China: Trump will Sonderzölle verdoppeln
Wirtschaft 2 Min. 05.05.2019

US-Handelskrieg mit China: Trump will Sonderzölle verdoppeln

Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump.

US-Handelskrieg mit China: Trump will Sonderzölle verdoppeln

Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump.
Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 05.05.2019

US-Handelskrieg mit China: Trump will Sonderzölle verdoppeln

Es sah danach aus, als könnten die beiden größen Volkswirtschaften der Welt tatsächlich zu einer gütlichen Einigung in ihrem Handelsstreit gelangen. Nun schaltet Trump in den Angriffsmodus

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat im Handelskrieg mit China den Druck drastisch erhöht. Sonderzölle auf Wareneinfuhren im Wert von 200 Milliarden Dollar sollen schon ab Freitag von bisher zehn auf 25 Prozent erhöht werden, wie er am Sonntag auf Twitter ankündigte. Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen kämen zu langsam voran, schrieb Trump zur Begründung. China versuche nachzuverhandeln, dies wolle er nicht zulassen. In der vergangenen Woche hatte eine neue Verhandlungsrunde in Peking stattgefunden.

Trump hatte vor zehn Monaten Einfuhren bestimmter Waren aus China im Volumen von 200 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen von zehn Prozent belegt und zugleich eine mögliche Erhöhung auf 25 Prozent für den Januar signalisiert. Im Dezember hatten sich beide Seiten beim G20-Gipfel in Argentinien auf einen vorläufigen Waffenstillstand verständigt und beschlossen, Verhandlungen aufzunehmen. Für weitere Importe im Volumen von 50 Milliarden Dollar - vor allem im High-Tech-Sektor - ist der Satz bereits bei 25 Prozent.

Warenimporte im Wert von 325 Milliarden Dollar blieben zunächst frei von Sonderzöllen, erklärte Trump. Dies werde sich aber kurzfristig ändern, schrieb der US-Präsident weiter. Auch diese Waren sollen mit 25-prozentigen Sonderzöllen belegt werden, drohte er. Dies würde bedeuten, dass praktisch alle US-Importe aus China Sonderzöllen unterlägen. „Der Handelsdeal mit China geht weiter, aber zu langsam, weil sie versuchen, nachzuverhandeln“, erklärte er und fügte hinzu: „Nein!“

Trump feiert bisherige Zölle als Erfolg

Trump argumentierte, die in den vergangenen zehn Monaten erhobenen Zölle hätten zum Erfolg der US-Wirtschaft und zum Wachstum in den USA beigetragen. „Diese Zahlungen sind teilweise verantwortlich für unsere großartigen wirtschaftlichen Ergebnisse“, schrieb der Präsident. Allerdings werden Einfuhrzölle in der Regel zunächst einmal vom Importeur bezahlt. Dieser kann sie auf die Verbraucher abwälzen oder auch versuchen, einen Ausgleich über günstigere Einkaufspreise zu erlangen - oder Einfuhren aus dem Land zurückzufahren. Nur dann würde China belastet.

Für den US-Haushalt allerdings sind die Zölle in der Tat eine zusätzliche Einnahmequelle. Die Einnahmen seien im Oktober 2018 im Jahresvergleich um rund 40 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar gestiegen, berichtete die „New York Times“.

Ob die Handelsgespräche in den nächsten Tagen - wie eigentlich vorgesehen - nun in Washington weitergehen, ist unklar. In weniger als zwei Wochen steht auch eine Entscheidung über mögliche Sonderzölle auf die Einfuhr von Autos und Autoteilen aus der EU an - dies würde vor allem die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen. Die EU versucht, ein Abkommen über Zollfreiheit bei allen Industrieprodukten - inklusive Autos - zu verhandeln.


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(FILES) In this file photo taken on May 09, 2019, US President Donald Trump speaks during event on ending surprise medical billing at the White House in Washington, DC. - President Donald Trump on Monday, May 13, 2019 warned China not to retaliate after Washington raised punitive duties on $200 billion worth of Chinese imports to 25 percent from 10 percent. "China should not retaliate-will only get worse!" Trump wrote in a flurry of tweets on trade. The tariffs were imposed on Friday, May 10, 2019 after two days of talks to resolve the US-China trade battle ended with no deal, however negotiations will continue. Trump also addressed Chinese President Xi Jinping and warned that companies would leave China if a trade deal was not reached. (Photo by Jim WATSON / AFP)
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