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US-Finanzministerin fordert globale Mindeststeuer für Konzerne
Wirtschaft 06.04.2021

US-Finanzministerin fordert globale Mindeststeuer für Konzerne

US-Finanzministerin fordert globale Mindeststeuer für Konzerne

Wirtschaft 06.04.2021

US-Finanzministerin fordert globale Mindeststeuer für Konzerne

US-Finanzministerin Yellen macht sich für ein Ende des weltweiten Steuerwettbewerbs stark - und verlangt globale Mindestsätze für Firmen.

(dpa) - US-Finanzministerin Janet Yellen schlägt eine globale Mindeststeuer für Unternehmen vor. „Sie hat die Hand ausgestreckt, jetzt muss Europa sie nur ergreifen“, sagt dazu der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold in Brüssel. Es sei eine historische Chance gegen internationales Steuerdumping von Unternehmen. Die USA arbeiten laut Yellen derzeit mit der G20-Gruppe führender Volkswirtschaften daran, einen Konsens in dieser Sache zu finden.

21 Prozent wären ein fairer Mindeststeuersatz für Unternehmensgewinne international“, sagte Giegold. Unter dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama sei mit dem automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten „das schärfste Schwert gegen Steuerflucht über Bankkonten geschmiedet“ worden, so der Europaabgeordnete.


Das dornige Thema der Besteuerung international tätiger Konzerne hält das Finanzministerium auf Trab.
Die Steuerfront verschiebt sich
Harmonisierung der Körperschaftssteuern und „country by country reporting“ spalten die EU.

Die frühere US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte eine globale Mindeststeuer für international tätige Konzerne abgelehnt. Sie fürchtete, dass US-Konzerne dadurch schlechter gestellt würden. Trump war auch gegen eine vor allem in Europa geforderte Digitalsteuer für Internet-Riesen wie Amazon, Google oder Apple. Die neue Regierung von US-Präsident Joe Biden zeigt sich auch dafür offen und setzt auf eine Kompromisslösung im Rahmen der Verhandlungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). 

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