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Unternehmensstimmung im Euroraum hellt sich auf
Wirtschaft 04.05.2022
Lockerungen vs. Inflation

Unternehmensstimmung im Euroraum hellt sich auf

Die Tourismusbranche atmet auf. Dafür sieht der Bausektor jetzt erst richtig schwarz.
Lockerungen vs. Inflation

Unternehmensstimmung im Euroraum hellt sich auf

Die Tourismusbranche atmet auf. Dafür sieht der Bausektor jetzt erst richtig schwarz.
Foto: dpa
Wirtschaft 04.05.2022
Lockerungen vs. Inflation

Unternehmensstimmung im Euroraum hellt sich auf

Während sich die Stimmung im Dienstleistungssektor verbesserte, trübte sie sich in der Industrie ein.

(dpa) – Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im April trotz des Ukraine-Kriegs etwas verbessert. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global (ehemals IHS Markit) stieg zum Vormonat um 0,9 Punkte auf 55,8 Zähler, wie S&P Global am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Es ist der höchste Stand seit gut einem halben Jahr.

Dienstleistung vs. Industrie

Die Eurozone sei zunehmend eine Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten, hieß es. Während sich die Stimmung im Dienstleistungssektor verbesserte, trübte sie sich in der Industrie ein. „Ungeachtet dessen beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum insgesamt auf ein Sieben-Monatshoch, da die Nachfrage aufgrund der gelockerten Corona-Restriktionen angekurbelt wurde.“


Wirtschaft, Conférence de presse AG FEDIL 2022, Michelle Detaille und René Winkin, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Ukraine-Krieg und Inflation belasten die Industrie
Immer weiter steigende Strom- und Energiepreise, Spannungen bei der Rohstoffversorgung, fehlende Komponenten und steigende Löhne – die Industrie steht unter wachsendem Druck.

Die Verkaufs- und Angebotspreise für Güter und Dienstleistungen legten laut S&P auf hohem Niveau weiter zu. Auch der Kostendruck bleibe hoch, ein Kennzeichen für einen hohen Inflationsdruck. Schon seit Längerem sorgen zahlreiche Lieferprobleme im weltweiten Warenhandel für erhebliche Engpässe und Preissteigerungen. Unter dieser Entwicklung leidet besonders die Industrie.

Die Wirtschaft des Euroraums habe sich angesichts des Ukraine-Kriegs überraschend widerstandsfähig gezeigt, kommentierte Chefökonom Chris Wiliamson. Allerdings habe sich parallel zur Wachstumsbeschleunigung der Kostenauftrieb verstärkt. Diese Kombination werde Spekulationen anheizen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf der Juli-Sitzung anheben könnte. Da jedoch Wachstumsrisiken zugenommen hätten, könnte die EZB auch Vorsicht walten lassen.

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