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Umweltsteuern im internationalen Vergleich: 6,3 Prozent der Steuern sind "grün"
Der Verkauf von Treibstoff spült in Luxemburg hohe Geldbeträge in die Staatskasse.

Umweltsteuern im internationalen Vergleich: 6,3 Prozent der Steuern sind "grün"

Archivfoto: Guy Jallay
Der Verkauf von Treibstoff spült in Luxemburg hohe Geldbeträge in die Staatskasse.
Wirtschaft 30.11.2015

Umweltsteuern im internationalen Vergleich: 6,3 Prozent der Steuern sind "grün"

Luxemburg ist im Bereich der Umweltsteuern nicht wirklich ein Vorbild. Das Großherzogtum schneidet im internationalen Vergleich nicht wirklich gut ab.

(C./TJ) - In der Europäischen Union (EU) beliefen sich die Umweltsteuern 2013 auf 330,1 Milliarden Euro, nachdem sie 2003 272,1 Milliarden Euro betragen hatten. Allerdings ist der Anteil der Umweltsteuern an den Gesamteinnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen in diesem Zehnjahreszeitraum von 6,9% im Jahr 2003 auf 6,3% im Jahr 2013 zurückgegangen. Angestrebt wird in der EU ein Anteil von mindestens zehn Prozent - bis zum Jahr 2020.

Der Anteil der Umweltsteuern an den Gesamteinnahmen aus Steuern und Sozialabgaben fiel im Jahr 2013 je nach EU-Mitgliedstaat recht unterschiedlich aus. Mit einem Anteil von mehr als 10% waren Slowenien (10,5%) und Bulgarien (10,1%) 2013 die beiden EU-Mitgliedstaaten, in denen die Umweltsteuern relativ gesehen die größte Bedeutung hatten, gefolgt von Kroatien (9,6%), den Niederlanden (9,0%) und Dänemark (8,9%). Am anderen Ende der Skala waren in Belgien und Frankreich (je 4,5%) 2013 die niedrigsten Anteile der Umweltsteuern an den Gesamteinnahmen aus Steuern und Sozialabgaben zu verzeichnen.

Luxemburg nicht gerade ein Vorbild

Unter den 28 Staaten, belegt Luxemburg den sechstletzten Platz mit 5,7 Prozent. Niedriger sind die Anteile nur noch in Österreich, Schweden, Deutschland und - wie erwähnt - Belgien und Frankreich. Den höchsten Anteil an den eingetriebenen Steuern machten im Großherzogtum die Energiesteuern. Angesichts des hohen Verkaufs an Treibstoff entlang der Grenzen und den damit verbundenen Akziseneinnahmen ist dies wenig verwunderlich.


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