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ULC: "Indexmanipulation ist unannehmbar"
Wirtschaft 22.02.2021

ULC: "Indexmanipulation ist unannehmbar"

Der Konsumentenschutz fordert die Regierung auf, alle Preiserhöhungen integral im Index zu berücksichtigen.

ULC: "Indexmanipulation ist unannehmbar"

Der Konsumentenschutz fordert die Regierung auf, alle Preiserhöhungen integral im Index zu berücksichtigen.
Foto: LW-Archiv
Wirtschaft 22.02.2021

ULC: "Indexmanipulation ist unannehmbar"

Die Union luxembourgeoise des consommateurs (ULC) macht sich Sorgen um eine Teuerungspirale in Luxemburg.

(ndp) - Die Union luxembourgeoise des consommateurs (ULC) macht sich Sorgen um eine Teuerungspirale in Luxemburg. Diese Preisspirale sei unter anderem Anfang des Jahres durch die Einführung der neu berechneten Co2 Steuer in Gang gesetzt worden. „Die Energiepreise, allein der Dieselpreis ist während den ersten zwei Monaten dieses Jahres neunmal erhöht worden, sind während dem letzten Monat um nicht weniger als um 11 Prozent gestiegen“, stellt der Lëtzebuerger Konsumenteschutz am Montag fest.


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Verbraucherpreise ziehen an
Im Januar ist der Preisindex um 0,7 Prozent im Vergleich zum Monat Dezember nach oben gegangen.

Die Co2-Steuer sei zudem im Indexwarenkorb neutralisiert worden und würde dementsprechend nicht für die Berechnung der Anpassung der Löhne, Gehälter und Renten an die Inflation in Betracht gezogen. Für die ULC sei diese Indexmanipulation „unannehmbar“. Der Konsumentenschutz fordert die Regierung auf, alle Preiserhöhungen integral im Index zu berücksichtigen.

Während die monatliche Inflationsrate um 0,7 Prozent anstieg und die jährliche von 0,56 Prozent auf 1,88 Prozent in die Höhe schnellte, dies auch aufgrund der Verschiebung des Winterschlussverkaufes, stellt die ULC ebenfalls ein Anziehen der Preise bei manchen anderen Produkten, wie etwa bei den Lebensmitteln und Dienstleistungen fest. 

Die ULC zeigt sich über diese Preisentwicklung, die eine mögliche Inflationstendenz andeutet, besorgt und fordert die Regierung auf, „den Verbraucherindex und damit die Anpassung der Löhne, Gehälter und Renten, auf keinerlei Weise zu manipulieren“. 

Die ULC weist darauf hin, dass, u.a. bedingt durch die Corona-Krise, bei vielen Arbeitnehmern, sei es durch die zunehmende Arbeitslosigkeit oder durch die Teilzeitarbeitslosigkeit, „ein nicht unwesentlicher Teil ihres Einkommens weggebrochen ist und sie somit einen Kaufkraftverlust erlitten haben“. 

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