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OGBL fordert vereinfachtes Einstellungsverfahren beim TICE
Wirtschaft 08.09.2021
Überlastung

OGBL fordert vereinfachtes Einstellungsverfahren beim TICE

Die TICE-Verwaltung habe bisher große Schwierigkeiten, neues Personal einzustellen. Das liege am Verfahren, sagt der OGBL.
Überlastung

OGBL fordert vereinfachtes Einstellungsverfahren beim TICE

Die TICE-Verwaltung habe bisher große Schwierigkeiten, neues Personal einzustellen. Das liege am Verfahren, sagt der OGBL.
Foto: Lex Kleren
Wirtschaft 08.09.2021
Überlastung

OGBL fordert vereinfachtes Einstellungsverfahren beim TICE

Die Busfahrer leiden laut Gewerkschaft unter akutem Personalmangel. Gemäß TICE wurde bereits gegengesteuert und 45 Einstellungen geplant.

(mab) - Der OGBL will die Einstellung von Personal beim Bussyndikat TICE (Syndicat des tramways intercommunaux dans le canton d’Esch) vereinfachen. Die Arbeitsbedingungen der TICE-Busfahrer hätten sich „massiv verschlechtert“, heißt es in einer Stellungnahme vom Mittwoch. Grund dafür sei der akute Personalmangel. Fahrer würden auch an freien Tagen regelmäßig angerufen und sollten arbeiten, Mitarbeiter hätten Schwierigkeiten, ihre Ferientage in Anspruch zu nehmen. Aufgrund von Überlastung würden die Krankmeldungen steigen. Der OGBL fordert daher die Einstellung von 40 bis 50 neuen Berufsfahrern.

Einstellung vereinfachen

Die TICE-Verwaltung habe bisher große Schwierigkeiten, neues Personal einzustellen: Die „épreuve d’aptitude générale“ gilt als Eingangsexamen in den kommunalen Dienst, stelle aber an die Busfahrer „unangepasste Anforderungen“, so der OGBL. Ein Scheitern am Eignungstest bedeutet eine befristete Einstellung über maximal zwei Jahren und ein Ende der Berufsperspektive als kommunaler Busfahrer. 


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Eine weitere Hürde ist laut OGBL das obligatorische Absolvieren der Berufskraftfahrerausbildung, die sich über vier Wochen erstreckt. Der Vorschlag der Gewerkschaft: Diese könnte nach einer Anstellung beim TICE erfolgen und nicht als Vorbedingung zur Einstellung. Auch eine bisher von den Gewerkschaftsvertretern skeptisch gesehene Maßnahme verspreche in der jetzigen Situation eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Neuanstellungen sollen nicht mehr als befristeter Arbeitsvertrag, sondern als „employé communal“ ausgeschrieben werden. Somit wäre das Problem prekärer Einstellungen beim TICE aus der Welt geschafft. 

Außerdem fordert die Gewerkschaft, dass den Neuangestellten im Statut des „employé communal“ die Möglichkeit zum Wechseln ins Beamtenstatut garantiert wird, wenn sie die dafür nötigen Bedingungen erfüllen. Der OGBL verlangt auch, dass die Prüfung mindestens viermal pro Jahr angeboten wird und nicht wie momentan zweimal im Jahr. 

„Forderungen längst umgesetzt“

Théo Schickes, Präsident der Personaldelegation von TICE

Laut TICE wurde das Einstellungsverfahren allerdings bereits vereinfacht. Dieses Jahr sind 45 Neueinstellungen geplant. „Ich verstehe nicht, dass die Gewerkschaften eine Pressemitteilung herausgeben mit Forderungen, die längst umgesetzt wurden“, äußert sich Théo Schickes, Präsident der Personaldelegation von TICE.

Demnach hat die Personalvertretung am 13. Juli die Bestätigung erhalten, dass künftige Einstellungen unter das Statut „employé communal sous condition“ fallen. So enthält der Arbeitsvertrag des künftigen Verkehrspersonals im Rahmen des kommunalen Angestelltenprogramms eine Garantie, dass sie verbeamtet werden, sobald sie die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.

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