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UBS: 3,7 Milliarden Euro Strafe in Frankreich

UBS: 3,7 Milliarden Euro Strafe in Frankreich

AFP
Wirtschaft 20.02.2019

UBS: 3,7 Milliarden Euro Strafe in Frankreich

Ein Pariser Gericht verurteilte die Schweizer Großbank UBS zu einer Rekordstrafe von 3,7 Milliarden Euro. Der Vorwurf lautet auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

(dpa) - Wegen Geschäften mit Steuerhinterziehern muss die Schweizer Großbank UBS in Frankreich ein Strafgeld von 3,7 Milliarden Euro zahlen. Das entschied ein Pariser Gericht am Mittwoch - und folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Es handele sich um ein Vergehen von „außergewöhnlicher Schwere“. Französische Medien sprachen von einer „Rekordstrafe“.

„Das ist eine unverständliche Entscheidung, und es ist nötig, Berufung einzulegen“, sagte UBS-Manager Markus Diethelm. Nach ergänzenden Informationen der Nachrichtenagentur AFP kündigten auch die Anwälte von UBS Berufung gegen das Urteil an.


Chief Executive Oswald Gruebel of Swiss bank UBS gestures as he addresses an annual news conference in Zurich February 9, 2010. UBS will pay about 2.9 billion Swiss francs ($2.7 billion) in cash bonuses for 2009, up about a third from depressed payouts a year earlier, the Swiss bank said on Tuesday. REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS HEADSHOT)
"Man muss halt den Mut haben, selbst zu denken"
Oswald Grübel, früherer Chef der Großbanken UBS und Credit Suisse, über Kaufgelegenheiten, Glaubenssachen und goldene Regeln.

Das Gericht entschied auch, dass die UBS, ihre französische Filiale und drei frühere Verantwortliche gemeinsam 800 Millionen Euro Schadenersatz an den französischen Staat zahlen müssen. Der Staat war in dem Prozess als Nebenkläger aufgetreten.

Geldwäsche und Steuerhinterziehung

Die Anklage warf der UBS Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung sowie illegale Anwerbung von Kunden vor. Wegen der Ermittlungen hatte die französische Justiz bereits eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro gegen das Geldhaus verhängt.

Die französische Filiale der UBS erhielt eine Strafe von 15 Millionen Euro. Fünf von sechs damals verantwortlichen Managern bekamen Haftstrafen auf Bewährung sowie Geldstrafen von bis zu 300.000 Euro.

Die Bank hatte bereits vor dem Urteil mitgeteilt, die in Frankreich geforderten Beträge seien weder durch die Beweise noch das Gesetz gerechtfertigt.


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