Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Uber meldet Milliardenverlust - Umsatz steigt kräftig
Wirtschaft 2 Min. 31.05.2019

Uber meldet Milliardenverlust - Umsatz steigt kräftig

Uber meldet Milliardenverlust - Umsatz steigt kräftig

Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 31.05.2019

Uber meldet Milliardenverlust - Umsatz steigt kräftig

Der Taxi-Schreck Uber hat erstmals seit seinem Börsengang Zahlen vorgelegt. Zum Vorschein kam ein hoher Verlust, der jedoch im Rahmen der Erwartungen lag und Anleger nicht schocken konnte. Ob die Kalifornier jemals die Gewinnzone erreichen, bleibt indes ungewiss.

(dpa) - Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat zu Jahresbeginn tiefrote Zahlen geschrieben, aber einen kräftigen Umsatzanstieg verbucht. Im ersten Quartal fiel ein Verlust von einer Milliarde Dollar (900 Mio. Euro) an, wie Uber am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es einen Gewinn von 3,8 Milliarden Dollar gegeben, was allerdings an hohen Sondererlösen durch Verkäufe von Auslandsbeteiligungen lag.

Das operative Geschäft ist chronisch unprofitabel und im vergangenen Quartal drückten hohe Kosten für die Vorbereitung des Börsengangs die Bilanz noch tiefer ins Minus. Uber debütierte vor rund drei Wochen an der New York Stock Exchange, bei der größten Börsenpremiere seit Jahren sammelte das Unternehmen rund 8,1 Milliarden Dollar ein und brachte es auf eine Gesamtbewertung von etwa 82 Milliarden.


Mamer - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Mamer will Airbnb-Vermieter im Auge behalten
Die Gemeinde Mamer führt eine neue Gebühr ein, um Einwohner zu erfassen, die Wohnungen via Airbnb vermieten. Es gehe aber nicht darum, das Onlineportal zu verbieten stellt der Bürgermeister klar.

Seitdem hat Uber an der Börse jedoch einen schweren Stand, und die Aktie ist stark unter Druck geraten. Immerhin hat das Unternehmen den Umsatz im Auftaktquartal im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 3,1 Milliarden Dollar gesteigert und damit die Prognosen der Analysten leicht übertroffen. Auch der hohe Verlust lag im Rahmen der Markterwartungen.

Uber hatte Investoren vor der Aktienplatzierung gewarnt, möglicherweise nie die Gewinnzone erreichen zu können - das ist allerdings auch ein Standard-Risikohinweis bei Unternehmen, die mit Verlusten an die Börse gehen.

Bei Anlegern kam der Quartalsbericht zunächst gut an, die Aktie legte nachbörslich um fast zwei Prozent zu. Uber könnte Rückenwind gut gebrauchen, der Kurs notierte zuletzt rund zehn Prozent unter dem Ausgabepreis und die Aktienplatzierung wird oft als Flop bezeichnet.

Schon das Volumen das Börsengangs hatte wegen unerwartet schwacher Nachfrage nach den Aktien deutlich gestutzt werden müssen, so hatte Uber zunächst eine Gesamtbewertung von 100 Milliarden Dollar angestrebt. Zuvor hatten Banken laut US-Medien sogar mal bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Uber dominiert den „Ride Sharing“-Markt für Fahrtenvermittlungen über Smartphone-Apps. Hier flaute das Wachstum jedoch schon deutlich ab. Und Geld wird in diesem Geschäft bislang ohnehin nicht verdient. Auch der Rivale Lyft steckt tief in den roten Zahlen und tut sich an der Börse schwer. Uber betreibt zudem Services etwa für Essenslieferungen und Frachtvermittlung sowie Mietfahrräder. Uber-Chef Dara Khowrowshani bekräftigte in einer Telefonkonferenz mit Analysten den Kurs, die Firma zur Plattform für alle Arten von Mobilität über die eigenen Fahrdienste hinaus machen zur wollen.


 1.624 Fahrer mussten ihren Führerschein in 2017 noch an Ort und Stelle wegen übermäßigen Alkoholkonsums abgeben.
Mord an Studentin: Uber bestellt und in falschen Wagen eingestiegen
Früher hieß es, man solle nicht zu fremden Leuten ins Auto steigen. Heute hat sich genau dieses Konzept zum erfolgreichen Businessmodell gemausert. Ein Mord an einer Studentin wirft nun allerdings Fragen auf.

Als Schlüssel zum Profit gelten auf Dauer vor allem Roboterautos, die Fahrer als Kostenfaktor beseitigen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter und ungewisser Weg, auch wenn erste Robotaxi-Dienste im Aufbau sind. Sie dürften aber noch auf absehbare Zeit auf einzelne Gegenden beschränkt bleiben.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Mamer will Airbnb-Vermieter im Auge behalten
Die Gemeinde Mamer führt eine neue Gebühr ein, um Einwohner zu erfassen, die Wohnungen via Airbnb vermieten. Es gehe aber nicht darum, das Onlineportal zu verbieten stellt der Bürgermeister klar.
Mamer - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Uber bereitet Börsengang vor
Der US-Fahrdienstvermittler Uber will bei seinem Anfang Mai erwarteten Börsengang laut einem Medienbericht acht bis zehn Milliarden Dollar einnehmen.