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Trump verschiebt Entscheidung über Autozölle
Eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China könnte die deutschen Autokonzerne nach Einschätzung von Unternehmensberatern schon bald deutlich treffen.

Trump verschiebt Entscheidung über Autozölle

Daniel Schnettler/dpa
Eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China könnte die deutschen Autokonzerne nach Einschätzung von Unternehmensberatern schon bald deutlich treffen.
Wirtschaft 17.05.2019

Trump verschiebt Entscheidung über Autozölle

US-Präsident Trump lässt sich ein halbes Jahr mehr Zeit, um über Autozölle zu entscheiden. Bis dahin soll verhandelt werden. Schon nächste Woche soll es losgehen.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung über angedrohte Sonderzölle auf Auto-Einfuhren aus der Europäischen Union und Japan für ein halbes Jahr aufgeschoben. Trump veröffentlichte am Freitag eine entsprechende Proklamation. Demnach soll nun zunächst über entsprechende Handelsabkommen verhandelt werden. Trump fährt in der nächsten Woche nach Japan und trifft sich unter anderem mit Ministerpräsident Shinzo Abe.


(FILES) In this file photo taken on May 09, 2019, US President Donald Trump speaks during event on ending surprise medical billing at the White House in Washington, DC. - President Donald Trump on Monday, May 13, 2019 warned China not to retaliate after Washington raised punitive duties on $200 billion worth of Chinese imports to 25 percent from 10 percent. "China should not retaliate-will only get worse!" Trump wrote in a flurry of tweets on trade. The tariffs were imposed on Friday, May 10, 2019 after two days of talks to resolve the US-China trade battle ended with no deal, however negotiations will continue. Trump also addressed Chinese President Xi Jinping and warned that companies would leave China if a trade deal was not reached. (Photo by Jim WATSON / AFP)
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EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström wird ebenfalls nächste Woche zu Handelsgesprächen in Washington erwartet, wo sie mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer reden will. Ziel ist es, die gegenseitigen Zollschranken auf alle Industrieprodukte komplett abzubauen. Diese Zielsetzung geht auf eine Abmachung zwischen Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker aus dem Juli vergangenen Jahres zurück.

Trump hatte im vergangenen Jahr ebenfalls mit Bezug auf die nationale Sicherheit bereits Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus der EU verhängt, worauf die Gemeinschaft mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte reagierte. Die Weltwirtschaft wird zudem vom Handelskrieg zwischen China und den USA belastet, die gegeneinander zahlreiche Sonderzölle verhängt haben.


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„Die Frist von 180 Tagen muss nun intensiv genutzt werden, um in den Verhandlungen zwischen der EU und den USA zu guten Ergebnissen zu kommen“, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie in Deutschland (VDA), Bernhard Mattes. „Zölle oder Quoten würden gleichermaßen den internationalen Handel beschränken.“ Ziel der Verhandlungen müsse sein, die Möglichkeiten für freien und fairen Handel auszuweiten und offene Märkte sicherzustellen.


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