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Trump: China kommt USA bei Autozöllen entgegen
Wirtschaft 03.12.2018

Trump: China kommt USA bei Autozöllen entgegen

Auch in den chinesischen Zeitungen wird über die Annäherung zwischen USA und China berichtet.

Trump: China kommt USA bei Autozöllen entgegen

Auch in den chinesischen Zeitungen wird über die Annäherung zwischen USA und China berichtet.
Foto: AFP
Wirtschaft 03.12.2018

Trump: China kommt USA bei Autozöllen entgegen

Der US-Präsident hat auf Twitter verkündet, dass China die Einfuhrzölle für amerikanische Autos wieder senken wolle. Peking bleibt in seiner Reaktion zunächst vage.

(dpa) - Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat sich China nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereiterklärt. Peking wollte dies zunächst nicht bestätigen, dementierte die Darstellung Trumps aber auch nicht. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen, erklärte der US-Präsident am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Gefragt nach den Zollsenkungen, wich der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Montag einer direkten Antwort aus. Bei ihren Gesprächen am Rande des G20-Gipfels hätte beide Seiten am Wochenende einen „Konsens über wirtschaftliche Probleme erreicht“, sagte der Sprecher. Auch habe man sich darauf geeinigt, keine neuen Strafzölle zu verhängen. Es werde nun an einem „konkreten Abkommen“ gearbeitet, um den Handelskonflikt beizulegen.


(FILES) In this file photo taken on September 11, 2018 US President Donald Trump speaks to members of the press following a briefing on Hurricane Florence in the Oval Office at the White House in Washington, DC. - US President Donald Trump has decided to impose tariffs on $200 billion in Chinese imports and could make the announcement in the coming days, US media reported September 15, 2018. Citing anonymous sources, The Washington Post and The Wall Street Journal reported that the tariffs would be set at 10 percent. (Photo by ZACH GIBSON / AFP)
Handelsstreit mit China: Trump verhängt neue Milliardenzölle
Im bisher größten Schritt seiner Zollkampagne belegt Donald Trump China-Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar mit Extrazöllen. Auch Firmen in Europa fürchten dadurch große Auswirkungen auf ihr Geschäft.

China hatte vor Monaten die Zölle für die Einfuhr ausländischer Autos von 25 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Als Reaktion auf den eskalierenden Handelsstreit mit den USA wurden die Abgaben für US-Autobauer jedoch kurze Zeit später auf 40 Prozent erhöht. Das Pekinger Handelsministerium, das sich in der Regel zu Zollfragen äußert, reagierte am Dienstag zunächst nicht auf den Tweet von Trump.

Weitere Eskalation vorerst abgewendet

Am Wochenende hatten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt beim G20-Gipfel in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbittert geführten Handelskrieg vorerst abgewendet. Die USA versprachen, ihre zusätzlichen Zölle auf chinesische Einfuhren vorerst nicht wie geplant zu erhöhen oder auszuweiten. Im Gegenzug sicherte China zu, seine Importe aus den USA zu erhöhen, um das Handelsungleichgewicht zu verringern. „Es war ein erstaunliches und produktives Treffen mit unbegrenzten Möglichkeiten sowohl für die USA als auch China“, sagte Trump.


Der Druck von US-Präsident Donald Trump und seine Unruhe stiftenden Taktiken lassen China und die EU enger zusammenrücken.
EU-China-Gipfel berät über Handelskonflikt und Investitionsabkommen
Der Handelsstreit mit US-Präsident Trump bringt die Europäer und Chinesen wieder näher. Auf ihrem Gipfel ist Optimismus spürbar, dass beide Seiten Fortschritte in wichtigen Punkten machen.

Der Burgfrieden ist nach Angaben des Weißen Hauses mit einer Frist verknüpft, in der China weitere Konzessionen machen muss. Beide Seiten wollen laut Trumps Sprecherin Sarah Sanders versuchen, ihre Differenzen innerhalb von 90 Tagen beizulegen. Wenn bis dahin keine Einigung erzielt werden könne, würden die USA ihre Pläne für eine Erhöhung der Sonderabgaben auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent doch umsetzen. China bestätigte diese Frist bislang nicht.


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