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Rekordverlust für Tesla
Wirtschaft 2 Min. 08.02.2018 Aus unserem online-Archiv
Trotz Rakete

Rekordverlust für Tesla

Mit dem Model 3 will Tesla die breite Masse erreichen.
Trotz Rakete

Rekordverlust für Tesla

Mit dem Model 3 will Tesla die breite Masse erreichen.
Foto: Tesla
Wirtschaft 2 Min. 08.02.2018 Aus unserem online-Archiv
Trotz Rakete

Rekordverlust für Tesla

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Erst sorgte Starunternehmer Elon Musk für großes Spektakel: Mit rotem Tesla-Roadster an Bord ließ er die SpaceX-Rakete „Falcon Heavy“ ins All abheben. Dann aber liefern die Tesla-Zahlen Kontrastprogramm - Rekordverlust, Produktionsprobleme.

(dpa) - Einen Tag lang wurde Tech-Milliardär Elon Musk mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX für den Abschuss der Superrakete „Falcon Heavy“ gefeiert - nun holt ihn sein Elektroautobauer Tesla wieder auf den Boden zurück. Hohe Kosten für den neuen Mittelklassewagen Model 3 brockten Tesla den bislang höchsten Quartalsverlust ein, wie Musks Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Immerhin wurden nach dem Stotterstart des Model 3 die Produktionsziele für den Hoffnungsträger bestätigt, mit dem Musk den Massenmarkt erobern will.

Verglichen mit dem Vorjahreswert weitete Tesla den Verlust in den drei Monaten bis Ende Dezember von 121 Millionen auf 675 Millionen Dollar (550 Mio Euro) aus. Soviel Geld hat die 2003 gegründete Firma noch nie in einem Quartal durchgebracht. Analysten hatten jedoch ein noch schlechteres Ergebnis befürchtet. Am Markt kamen die Zahlen gut an, die Aktie stieg nachbörslich zunächst um rund zwei Prozent. Teslas Umsatz legte um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar - das war ebenfalls mehr, als an der Wall Street erwartet worden war.

Das Produktionsziel steht

Positiv aufgenommen wurde zudem, dass Tesla betonte, beim Model 3 an Musks ehrgeizigem Produktionsziel von 5000 gefertigten Wagen pro Woche bis Ende des zweiten Quartals festzuhalten. Ende des ersten Quartals sollen bereits 2500 Model 3 vom Band laufen. Davon war Tesla zuletzt noch weit entfernt, die ambitionierten Vorgaben mussten auch schon zweimal wegen Problemen mit dem Anlauf der Serienfertigung verschoben worden. Im Schlussquartal wurden laut Tesla nur 1542 Model 3 ausgeliefert. Den Vorbestellungen habe das aber nicht geschadet.

Für Tesla ist der Erfolg des in den USA ab 35.000 Dollar erhältlichen Model 3 extrem wichtig. Die Firma hat bereits massiv Geld in das Projekt investiert, mit dem der Sprung von der Luxus-Nische in den Massenmarkt gelingen soll. 2018 dürften die Ausgaben noch einmal weiter erhöht werden, warnte Musk die Investoren im Brief an die Aktionäre. Der Großteil der Investitionen werde neben der Autoproduktion für die Fertigung von Batterien sowie für neue Tesla-Läden, Service-Center und Ladestationen benötigt.

Mehr Grund zur Freude als Tesla dürfte Musk derzeit an seiner Zweitfirma SpaceX haben. Halb Amerika zählte am Dienstag den Countdown runter, als das Raumfahrtunternehmen seine neue Weltraumrakete „Falcon Heavy“ in Cape Canaveral ins All schoss. Musk - nie um einen Publicity-Stunt verlegen - hatte dafür gesorgt, dass sein eigenes Tesla-Cabriolet als Probeladung mit an Bord ging. Der PR-Gag ging auf - der Raketentest war ein voller Erfolg. Jetzt muss Musk nur noch die Model-3-Produktion bei Tesla in Gang bringen.


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Elon Musk, Chief Executive of Tesla Motors and SpaceX, attends the Reuters Global Technology Summit in San Francisco in this June 18, 2013 file photo. Billionaire Musk is having a very good year. But unlike Steve Jobs, to whom Musk is now drawing comparisons, he's not yet a cult personality to mutual fund managers. REUTERS/Stephen Lam/files (UNITED STATES - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY TRANSPORT)
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Foto: Tesla