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Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben
Wirtschaft 5 Min. 30.10.2019 Aus unserem online-Archiv
Exklusiv für Abonnenten

Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben

Obwohl viele Unternehmen neue Wege beim Anwerben von Talenten gehen, bleibt das traditionelle Bewerbungsschreiben noch immer beliebt.

Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben

Obwohl viele Unternehmen neue Wege beim Anwerben von Talenten gehen, bleibt das traditionelle Bewerbungsschreiben noch immer beliebt.
Foto: Shutterstock
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Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben

Patrick BESCH
Patrick BESCH
Serie „Schaffen zu Lëtzebuerg“: Wer diese paar Tipps verfolgt, kann einen aussichtsreichen Grundstein für eine erfolgreiche Karriere legen.

Eines vorweg: Geheimtipps, wie der Karrierebeginn erfolgreich gestaltet werden kann, gibt es nicht. Selbst für jene, die alle Tipps und Tricks, die man in Büchern und im Internet findet, befolgt, führt der Weg nicht immer zur Traumkarriere, jedenfalls nicht unmittelbar. Trotzdem können die folgenden Ratschläge als wichtige Leitplanken dienen, die das Fundament einer erfolgreichen Berufslaufbahn ebnen können.

  • Erwartung. Besonders wichtig ist es, sich Gedanken darüber zu machen, was man beruflich wirklich erreichen will und vor allem, was man bereit ist, für diesen Erfolg zu opfern. Oft lassen einen gesellschaftliche Idealvorstellungen die persönlichen Ziele aus den Augen verlieren. Man darf den Blick für das individuelle Karriereglück nicht verlieren. Außerdem muss man sich fragen, wie viel man in den Beruf investieren will, also vor allem, wie viel Zeit man bereit ist, zu opfern.
  • Bescheidenheit. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wer sich zu hohe Maßstäbe setzt und seine Ziele direkt erreichen will, der riskiert oft, seinen Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Man sollte seine Schwächen und Stärken einschätzen können, sich auf das konzentrieren, was man besonders gut beherrscht und sich die nötige Zeit geben, um sich in den anderen Punkten verbessern zu können.
  • Fehler. Jeder macht Fehler, besonders Berufsanfänger. Irrtümer sollen einen nicht zurückwerfen, auch wenn sie manchmal schwer zu verdauen sind. Man soll aus ihnen lernen, denn sie bieten einen idealen Moment der Selbstreflektierung und sind eine wichtige Etappe, seine Kompetenzen auszubauen.
  • Flexibilität. Alle Wege führen nach Rom. Flexibilität ist das A und O für eine erfolgreiche Karriere. Man muss sich immer mehrere Optionen aufhalten und auch zu Kompromissen bereit sein. Der Weg zum Traumjob enthält oft auch einige Zwischenstationen, die dazu dienen, die nötigen Kompetenzen zu lernen und Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln.
  • Lernen. Hiermit sind nicht nur die Kompetenzen gemeint, die man für die Ausübung seines Berufs braucht, sondern auch die Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit. Dazu gehört auch, dass man seine Gewohnheiten überdenkt und nicht in alte Denkmuster zurückfällt. Aufgaben auf die lange Bank schieben, regelmäßig zu spät zu Terminen erscheinen oder E-Mails unbeantwortet lassen sind Gewohnheiten, mit denen man sich nicht unbedingt Freunde macht, besonders unter den Arbeitskollegen und den Vorgesetzten. Auch der Umgang mit modernen Technologien will gelernt sein. Die Kernaussage heißt also Disziplin.
  • Aktiv sein. Der größte Feind für eine erfolgreiche Karriere ist die Passivität. Wer zu Hause auf dem Sofa auf den perfekten Job wartete, der wird das Nachsehen haben. Auch für jeden Berufsanfänger ist aktiv sein eine wichtige Devise. Nur wer Initiative zeigt und sich nicht als Opfer darstellt, dem werden auch Verantwortungen anvertraut. Das Gleiche gilt bei Fehlern. Wer aktiv aus Fehlern lernt, hinterlässt ein besseres Bild bei seinen Vorgesetzten als jemand, der dauernd in die Opferrolle fällt.
  • Offen sein. Theorie ist das eine, Praxis das andere. Zwar gibt es für fast jeden Beruf eine Ausbildung oder ein Studium, doch man sollte sich bei der Suche nach einem Arbeitsplatz nicht zu sehr auf diesen Aspekt beschränken. Natürlich kann man als gelernter Schreiner oder Zimmermeister keine Karriere als Herzchirurg in Angriff nehmen, doch zahlreiche Beispiele zeigen, dass der Karriereweg nicht unbedingt durch den Ausbildungsweg determiniert ist. Persönliche Kompetenzen, oft auch „Soft skills“ genannt, sind oftmals viel hilfreicher als ein Universitätsdiplom oder eine Meisterprüfung. Deshalb heißt es offen für neue Ideen bleiben und auch bereit sein, den ungewöhnlichen Weg gehen zu wollen.
  • Networking. Alles spricht sich herum. Oft kann die Empfehlung eines Mitarbeiters oder eines Vorgesetzten die nächste Stufe auf der Karriereleiter bedeuten. Dann ist es hilfreich, wenn der Name des jungen Mitarbeiters kein weißer Fleck auf der Landkarte ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich mit anderen Menschen der Arbeitswelt zu vernetzen, also seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Neben Businessmeeting, Konferenzen, Vorträge oder Messen gibt es in der unendlichen Welt des Internets zahllose Möglichkeiten, ein gut gespanntes Netzwerk aufzubauen. Der persönliche Kontakt darf jedoch nicht unterschätzt werden, denn ein Lächeln oder ein netter Spruch in der realen Welt ist mehr wert als ein professionelles Profilbild oder ein vorgefertigter Lebenslauf.
  • Entschiedenheit. Zu den wichtigsten Kompetenzen der modernen Arbeitswelt gehört die Entscheidungsfähigkeit. Macher sind heute, zu Zeiten, in denen alles im Schnellverfahren geht, gefragter als Zögerer. Doch Entscheiden will auch gelernt sein und basiert vor allem auf Fachkenntnis.
  • Vorbereitung. Ehe man seinen ersten Tag an seinem neuen Job antreten kann, muss man sich diesen zuerst einmal ergattern. Obwohl viele Unternehmen neue Wege beim Anwerben von Talenten gehen, bleibt das traditionelle Bewerbungsschreiben noch immer beliebt. Das Schreiben sollte mit viel Bedacht und Sorgfalt vorbereitet werden, denn entgegen dem oft zitierten Mythos werden Bewerbungsschreiben noch immer viel gelesen. Wer also in seinem Bewerbungsschreiben schon viele Fehler schreibt, der befindet sich automatisch im Nachteil. Wer die nächste Etappe, also das Bewerbungsgespräch erreicht hat, befindet sich auch noch nicht auf der gewonnenen Seite. Hier gilt es sich ausreichend vorzubereiten, sich über seinen möglichen Arbeitgeber zu informieren und auch sein Auftreten am Tag des Gesprächs zu pflegen.
  • Karrierekiller. Neben einer Reihe Karrieretipps gibt es natürlich eine Reihe von Faktoren, die einem in Sachen Traumjob einen Strich durch die Rechnung machen können. Da wäre etwa ein Mangel an Selbstbewusstsein. Wer nicht den Glauben daran hat, etwas erreichen zu können, wird es schwer haben, die Karriereleiter zu erklimmen. Aber auch unkritische Selbstüberschätzung, Überheblichkeit gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten sowie die daraus resultierende Kritikunfähigkeit und Beratungsresistenz können irgendwann zum großen Karriere-Aus führen.
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