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Thomas Cook sagt Reisen für 2020 ab: Reisende aus Luxemburg nicht betroffen
Wirtschaft 1 2 Min. 15.11.2019

Thomas Cook sagt Reisen für 2020 ab: Reisende aus Luxemburg nicht betroffen

Der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hat schon gebuchte Reisen für das kommende Jahr abgesagt.

Thomas Cook sagt Reisen für 2020 ab: Reisende aus Luxemburg nicht betroffen

Der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hat schon gebuchte Reisen für das kommende Jahr abgesagt.
Foto: Martin Gerten/dpa
Wirtschaft 1 2 Min. 15.11.2019

Thomas Cook sagt Reisen für 2020 ab: Reisende aus Luxemburg nicht betroffen

Für die deutsche Thomas Cook als Ganzes scheint es keine Zukunft mehr zu geben. Das trifft auch die Kunden des Reiseveranstalters. Für Reisende aus Luxemburg hält sich der Schaden allerdings in Grenzen.

(dpa/SC) - Der insolvente deutsche Reisekonzern Thomas Cook steht vor dem Aus. Der Veranstalter sagte am Dienstag Reisen für das kommende Jahr ab, auch wenn sie bereits ganz oder teilweise bezahlt sind. Reisen ab 1. Januar 2020 könnten aus Insolvenz-rechtlichen Gründen nicht angetreten werden, teilte das Unternehmen mit. Bislang galt der Reisestopp bis Ende Dezember 2019.

Abgesagt sind Pauschalreisen der Veranstaltermarken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin sowie über Thomas Cook International gebuchte Trips. Für den Zeitraum bis September 2020 hatten früheren Angaben zufolge etwa 660.000 Urlauber gebucht.

Was bedeutet die Pleite für Reisende aus Luxemburg?

Fernand Heinisch, der Präsident de l'Union Luxembourgeoise des Agences de Voyages (ULAV) erklärte dem Luxemburger Wort am Donnerstag, dass nur eine sehr geringe Zahl an Reisenden aus Luxemburg von der Thomas Cook-Pleite betroffen seien. Für das Jahr 2020 seien seinen Informationen zufolge in Luxemburg keine Reisen mit Thomas Cook mehr gebucht worden.

Finanziell sei kein großer Schaden entstanden, da Reisen des Veranstalters Thomas Cook, die von luxemburgischen Reisebüros angeboten worden sind, üblicherweise erst nach der Reise bezahlt wurden. Die Herausforderung der ULAV habe nach der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook daher vor allem darin bestanden, Kunden zu betreuen und Reisen umzubuchen.

Wie geht es für Thomas Cook weiter?

Den Angaben zufolge gibt es bislang kein belastbares Angebot für die Fortführung des Unternehmens als Ganzes oder für das Veranstaltergeschäft der Thomas Cook Touristik GmbH. Aus rechtlichen Gründen wird daher die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs der Thomas Cook Touristik GmbH, zu der Neckermann Reisen, Air Marin und Thomas Cook Signature gehören, zum 1. Dezember 2019 vorbereitet, wie das Unternehmen bereits mitgeteilt hatte.

Die Geschäftsleitung und die vorläufigen Insolvenzverwalter versuchten dennoch unter Hochdruck, noch bis zum Monatsende jede sich bietende Chance für den Erhalt des Traditionsunternehmens zu nutzen. Konkrete Angebote gebe es für die Bucher Reisen & Öger Tours GmbH, trotzdem könne die Durchführung der gebuchten Reisen nicht gewährleistet werden. Konkurrent DER Touristik wiederum strebt die Übernahme der Hotelmarke Sentido und den Kauf der Reisebüro-Franchisemarke Holiday Land an.


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Die von der Insolvenz betroffenen Feriengäste sollen von Dezember an entschädigt werden. Klar ist allerdings, dass die versicherte Summe bei weitem nicht ausreicht und dass Geschädigte nur einen Teil ihrer Auslagen zurückbekommen.

Die deutsche Thomas Cook war nur bis 110 Millionen Euro beim Versicherer Zurich versichert. Zum Zeitpunkt der Insolvenz waren 140.000 Reisende unterwegs, die ihren Urlaub teils abbrechen mussten. Dazu kommen Gäste, die wegen des Reisestopps nicht starten können, ihren Urlaub aber schon an- oder voll gezahlt haben.

Der Reisekonzern war im September in den Sog der Pleite der britischen Muttergesellschaft geraten. Die deutsche Thomas Cook hatte am 25. September Insolvenzantrag gestellt.


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