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Tesla präsentiert seine erste E-Autofabrik in Europa
Wirtschaft 9 2 Min. 09.10.2021
Bei Berlin

Tesla präsentiert seine erste E-Autofabrik in Europa

Zum Tag der offenen Tür hatten sich viele Besucher auf dem Gelände der Tesla Gigafactory eingefunden.
Bei Berlin

Tesla präsentiert seine erste E-Autofabrik in Europa

Zum Tag der offenen Tür hatten sich viele Besucher auf dem Gelände der Tesla Gigafactory eingefunden.
Foto: dpa
Wirtschaft 9 2 Min. 09.10.2021
Bei Berlin

Tesla präsentiert seine erste E-Autofabrik in Europa

E-Auto-Pionier Elon Musk hat in knapp zwei Jahren eine riesige Fabrik vor die Tore Berlins gesetzt. Am Samstag ließ er erstmals interessierte Bürger ein. Denn nicht alle Nachbarn sind begeistert.

(dpa) - Wenige Wochen vor dem erwarteten Produktionsstart hat der US-Elektroautobauer Tesla am Samstag sein erstes europäisches Werk der Öffentlichkeit präsentiert. Bis zu 9.000 Menschen durften das Firmengelände und die fast fertige Fabrik in Grünheide bei Berlin besichtigen. Noch vor Jahresende sollen nach Unternehmensangaben die ersten E-Autos vom Typ Model Y vom Band laufen - sofern Tesla vorher die endgültige Genehmigung für die Anlage bekommt.


(FILES) In this file photo the inside of a Tesla vehicle is viewed as it sits parked in a Tesla showroom and service center in Red Hook, Brooklyn on July 5, 2016 in New York City. - US safety officials opened a preliminary investigation into Tesla's Autopilot after identifying 11 crashes involving the driver assistance system, officials said on August 16, 2021. The incidents dating back to 2018 included one fatal crash and seven that resulted in injuries, according to the National Highway Traffic Safety Administration. (Photo by SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP)
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Firmengründer Elon Musk hatte die sogenannte Giga Factory Ende 2019 angekündigt und in weniger als zwei Jahren errichtet. Dort sollen künftig etwa 12.000 Mitarbeiter bis zu 500.000 Elektroautos im Jahr bauen. Dabei sollen nach Unternehmensangaben nahezu alle Teile an Ort und Stelle produziert werden, um von Zulieferern möglichst unabhängig zu werden. Neben dem Autowerk entsteht eine Batteriefabrik, die aber noch nicht fertig ist.

Letzte Genehmigung steht noch aus

Musk, der sich selbst für den Tag der offenen Tür in Grünheide angesagt hatte, baut mit vorzeitigen Zulassungen. Die letzte umweltrechtliche Genehmigung für das Gesamtprojekt steht noch aus. Noch läuft die Erörterung von mehreren hundert Einwänden. Kritiker bemängeln, dass der Industriebau teils in einem Wasserschutzgebiet entsteht. Sowohl Gegner als auch Befürworter des Vorhabens rechnen aber damit, dass die Genehmigung in den nächsten Wochen erteilt wird.

Für den Tag der offenen Tür namens „County Fair“ hatten die Behörden bis zu 9.000 Menschen gleichzeitig zugelassen. Vor der Autofabrik tummelten sich bei bestem Wetter nachmittags Hunderte Menschen auf einer Art Volksfestplatz mit Riesenrad und Würstchenbuden. 


05.10.2021, Brandenburg, Grünheide: Der Rohbau für die künftige Batteriefabrik auf dem Baugelände der Tesla Gigafactory östlich von Berlin. Europas erste Tesla-Fabrik befindet sich auf der Zielgeraden. In Grünheide bei Berlin könnten in wenigen Wochen die ersten E-Autos des US-Herstellers vom Band laufen. Die «Gigafactory» mischt nicht nur die europäische Autoindustrie auf - sie sorgt auch für mächtig Unruhe in der Region. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Europas erste Tesla-Fabrik auf der Zielgeraden
Die erste europäische Tesla-Fabrik soll in wenigen Wochen die ersten E-Autos produzieren. Ein Milliardenprojekt, das vor Ort eine Menge Unruhe stiftet.

Besucher mit vorbestellten Tickets konnten das Werk besichtigen und auch im Tesla Model Y Probe fahren. In der Fabrik laufen bereits Roboter auf Fertigungsstraßen im Testbetrieb. Tesla betont vor allem die Bedeutung der eigenen Druckgussanlage und der hochmodernen Lackiererei.

Wichtiges Industrieprojekt in Ostdeutschland

Das Autowerk vor den Toren Berlins gilt als eines der wichtigsten Industrieprojekte in Ostdeutschland. Die Errichtungskosten veranschlagte Musk ursprünglich auf 1,1 Milliarden Euro, erklärte aber zwischenzeitlich, das Budget werde überschritten. Für die Batteriefabrik steht Tesla öffentliche Förderung in Aussicht, die nach Medienberichten ebenfalls 1,1 Milliarden Euro betragen könnte.


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Insgesamt soll nach Unternehmensangaben eine „mittlere einstellige Milliardensumme“ investiert werden. Spekulationen über vier bis fünf Milliarden Euro seien nicht falsch, hieß es am Samstag. Genauere Informationen gab es nicht. Auf der Baustelle sollen in der Spitze bis zu 3.500 Menschen beschäftigt gewesen sein. Zudem würden bereits Mitarbeiter für die Produktion eingestellt, hieß es weiter.

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