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Taxiverband: Reformvorschlag stößt auf Ablehnung
Wirtschaft 14.01.2021

Taxiverband: Reformvorschlag stößt auf Ablehnung

Etwa 149 Taxi-, Mietwagen- und Krankentransport-Unternehmen gibt es derzeit im Großherzogtum.

Taxiverband: Reformvorschlag stößt auf Ablehnung

Etwa 149 Taxi-, Mietwagen- und Krankentransport-Unternehmen gibt es derzeit im Großherzogtum.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 14.01.2021

Taxiverband: Reformvorschlag stößt auf Ablehnung

Das Taxigesetz in Luxemburg soll - wieder einmal - geändert werden. So soll unter anderem mehr Wettbewerb auf den Markt einziehen. Den Taxiunternehmen gefällt das gar nicht.

(MeM) - Die Föderation der Taxis, Mietwagen und Krankenwagen lehnt die jüngst vorgeschlagene Reform des Taxigewerbes ab. 

Man sei „bestürzt über die jüngste Anpassung des Taxigesetzes und die Ausweitung des gesetzlichen Rahmens auf Mietwagen mit Fahrer“, teilte der Verband dazu am Donnerstag mit. Der Gesetzesentwurf des Mobilitätsministeriums käme zudem zu einer Zeit, „in der der Sektor, der von der Gesundheitskrise hart getroffen wurde, versucht, so gut es geht, zu überleben.“ 


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Die Unternehmen rechnen laut dem Präsidenen der „Fédération des Taxis, Voitures de Location et Ambulances“, Paulo José Leitão, mit einem Umsatzminus von mehr als 95 Prozent.

Der Verband macht darauf aufmerksam, dass der Arbeitsausfall durch die Pandemie im letzten Jahr etwa 90 Prozent betragen habe, was zum Konkurs vieler Selbständiger geführt hat. 

„Große Unternehmen mussten sich verschulden, um die Beschäftigung zu erhalten“, so der Verband. 149 Unternehmen bieten derzeit Beschäftigung für rund 980 Mitarbeiter. 

Laut Taxi-Föderation bestehe auch die Gefahr, dass mit der Abschaffung der geografischen Gebiete nur noch städtische Gebiete mit einer leicht zu erreichenden Kundschaft bedient würden. Mit der Reform soll der Markt liberalisiert werden und auch die Begrenzung der Anzahl der erteilten Lizenzen wegfallen. Das Gesetz soll voraussichtlich am 1. Januar 2022 in Kraft treten.

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