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Svolt Energy baut Batteriefabrik für E-Autos im Saarland
Wirtschaft 2 Min. 17.11.2020

Svolt Energy baut Batteriefabrik für E-Autos im Saarland

Der chinesische Automobilzulieferer Svolt Energy Technology will seine Europa-Produktion im Saarland ansiedeln.

Svolt Energy baut Batteriefabrik für E-Autos im Saarland

Der chinesische Automobilzulieferer Svolt Energy Technology will seine Europa-Produktion im Saarland ansiedeln.
Foto: Svolt Energy
Wirtschaft 2 Min. 17.11.2020

Svolt Energy baut Batteriefabrik für E-Autos im Saarland

Unter mehr als 30 europäischen Mitwerbern hat sich das Saarland durchgesetzt. Im Herzen Europas soll hier nun die Batterieproduktion des chinesischen Herstellers Svolt Energy entstehen.

(dpa/lrs) - Der chinesische Automobilzulieferer Svolt Energy Technology will seine Europa-Produktion im Saarland ansiedeln und hier zwei Milliarden Euro in den Bau einer Batterieproduktion für E-Autos investieren. Dabei sollen 2.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das gaben Vertreter von Svolt, Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) am Dienstag in Saarbrücken bekannt.

An zwei Standorten sollen eine Modul- und Pack-Fabrik sowie eine hochmoderne Zellfabrik mit 24 Gigawattstunden Produktionskapazität entstehen. Das entspreche Batterien für 300.000 bis 500.000 E-Fahrzeuge pro Jahr. Das Großprojekt soll in enger Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium des Saarlandes und der SHS Strukturholding Saar GmbH umgesetzt werden. Produziert werden sollen an den neuen Produktionsstandorten vorrangig Batteriezellen sowie Module und Hochvoltspeichersysteme (Packs).

Produktionsstart Ende 2023

Geplanter Produktionsstart für die Batteriezellfertigung nahe Überherrn ist Ende 2023. Bereits Mitte 2022 soll die Produktion der Modul- und Pack-Fabrik auf einem bereits industrialisierten Gelände bei Heusweiler anlaufen.


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Für Svolt als globales Hightech-Unternehmen für Elektromobilität sei die europäische Automobilindustrie sowie der wachsende Markt für erneuerbare Energien von großer strategischer Bedeutung. Unter mehr als 30 Bewerbern in Europa habe man das Saarland aus vielfältigen Gründen als ersten europäischen Produktionsstandort für die Highend-Produkte von Svolt ausgewählt: „Es liegt nicht nur im Zentrum Europas, sondern repräsentiert für die Automobilindustrie eine Region für Innovation und Technik“, sagte Svolt-Präsident Hongxin Yang in einer Videobotschaft.

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach von einem „wirklich einzigartigen Ansiedlungserfolg“ für das Saarland: Es sei „fürwahr auch eine Ankerinvestition für die Zukunft der saarländischen Automobilwirtschaft“ und ein Signal, auf das viele Menschen gewartet hätten.

„Größte Ansiedlung seit Ford“  

Die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bezeichnete die geplante Ansiedlung als „größte Ansiedlung seit Ford“ mit der man im Saarland nun auch „Schrittmacher für die modernste Produktion in Europa“ werde. Diese Ankerinvestition habe „tatsächlich das Zeug zum Gamechanger im Land und es wird sicherlich auch ein Ruck durch das Saarland gehen in einer Zeit, in der Stimmung nicht die beste ist.“

Mit Blick auf das neue Tesla-Werk in Brandenburg betonte Svolt-Europa-Präsident Kai-Uwe Wollenhaupt: „Mit Tesla haben wir viel mehr Gemeinsames als Trennendes.“ Von den 3.000 Svolt-Mitarbeitern weltweit seien 1.500 zurzeit in Forschung und Entwicklung tätig. Dadurch sei man „der erste Batteriehersteller und der einzige auf der Welt“ mit einer kobaltfreien Batterie im Produktportfolio. Sie befinde sich derzeit schon in Fahrzeugtests auf der Straße und werde 2021 zum Verkauf stehen.


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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gratulierte dazu, dass sich das Saarland im europäischen Wettbewerb durchgesetzt habe. „Investition wie die von Svolt in Zukunftstechnologien sind für uns alle wichtig und eine klare Antwort auf den Strukturwandel, der uns im Saarland auch in der Automobilindustrie vor neue Herausforderungen stellt.“


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