Wählen Sie Ihre Nachrichten​

„Sully“ kritisiert 737-Max-Hersteller - Simulator-Training nötig
Wirtschaft 19.06.2019

„Sully“ kritisiert 737-Max-Hersteller - Simulator-Training nötig

Chesley "Sully" Sullenberger sprach von "ungewollten Fallen" für die Crews.

„Sully“ kritisiert 737-Max-Hersteller - Simulator-Training nötig

Chesley "Sully" Sullenberger sprach von "ungewollten Fallen" für die Crews.
AFP
Wirtschaft 19.06.2019

„Sully“ kritisiert 737-Max-Hersteller - Simulator-Training nötig

Der in den USA als Held verehrte Flugkapitän Chesley „Sully“ Sullenberger hat die Piloten der verunglückten Maschinen des Typs Boeing 737 in Schutz genommen.

(dpa) - Die Flugzeughersteller müssten Maschinen planen, die nicht „ungewollte Fallen“ für die Crews bedeuteten, sagte Sullenberger am Mittwoch bei einer Kongress-Anhörung zur Untersuchung der Unglücke mit den Maschinen des US-Herstellers Boeing. Er sprach sich dafür aus, vor Wiederinbetriebnahme der überarbeiteten Maschinen alle Piloten einem Simulator-Training zu unterziehen. Der Hersteller Boeing hält das nicht für notwendig. Es handelt sich um Tausende Piloten.


Boeing meldet Korrekturen an 737 Max
Um gegen das noch immer bestehende Flugverbot seiner 737 Max anzukämpfen hat Hersteller Boeing die verhängnisvolle Flugsimulatorsoftware überarbeitet.

Bei den Abstürzen zweier Maschinen des Typs 737 Max der äthiopischen Fluggesellschaft Ethiopian Airlines und der indonesischen Lion Air waren 346 Menschen gestorben. Erste Untersuchungserkenntnisse gehen davon aus, dass ein Software-Problem die Ursache gewesen sein könnte. Alle 371 Maschinen der Baureihe stehen weltweit unter Startverbot.

Sullenberger hatte am 15. Januar 2009 eine mit 155 Passagieren besetzte Maschine des Typs Airbus 320 nach dem Ausfall beider Triebwerke spektakulär auf dem Hudson River in New York notgelandet. Der Fall, bei dem alle Insassen überlebten, hatte den Piloten weltberühmt gemacht.


Eine Boeing 787-9  der Air Tahiti Nui landet nach einem Demonstrationsflug.
Flugzeuggigant Boeing in Le Bourget unter Druck
Nach zwei Abstürzen von Fliegern der Baureihe 737 Max steht der Hersteller Boeing in der Kritik. In Le Bourget signalisiert der Gigant: Sicherheit geht vor. Und Airbus startet eine neue Offensive.

„Ich gehöre zu der relativ kleinen Gruppe von Menschen, die eine solche Krise durchgemacht haben und ich lebe, um meine Erfahrungen weiterzugeben“, sagte Sullenberger. „Ich kann Ihnen aus erster Hand sagen, dass der Schreckfaktor echt ist und riesig“, betonte Sullenberger, der die Unglücke mit Maschinen der 737 Max jüngst in einem Simulator nacherlebt hat. Es sei schnell der Punkt erreicht, an dem effektives Handeln nur noch eingeschränkt möglich sei.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Flugzeuggigant Boeing in Le Bourget unter Druck
Nach zwei Abstürzen von Fliegern der Baureihe 737 Max steht der Hersteller Boeing in der Kritik. In Le Bourget signalisiert der Gigant: Sicherheit geht vor. Und Airbus startet eine neue Offensive.
Eine Boeing 787-9  der Air Tahiti Nui landet nach einem Demonstrationsflug.
Boeing meldet Korrekturen an 737 Max
Um gegen das noch immer bestehende Flugverbot seiner 737 Max anzukämpfen hat Hersteller Boeing die verhängnisvolle Flugsimulatorsoftware überarbeitet.
Boeing-Unglück: Auswertung der Flugschreiber beginnt
Der US-Flugzeugbauer hält an der Produktion der 737-Max-Flieger fest – obwohl sie derzeit nicht mehr ausgeliefert werden dürfen. Indes versuchen Experten die Daten der Flugschreiber aus der verunglückten Ethiopian-Maschine auszuwerten.
A handout photo released on March 15, 2019 by the Office of Investigation and Analysis' (Bureau d'Enquete et d'Analyses - BEA) shows one of the two black box recorders of the Ethiopian Airlines 737 MAX which crashed minutes after taking off from Addis Ababa airport on March 10. - A French investigation into the Ethiopian Airlines 737 MAX  crash that killed 157 passengers and crew opened on March 15, 2019 as US aerospace giant Boeing stopped delivering the top-selling aircraft. An Ethiopian delegation delivered the black boxes to France's BEA air safety agency "and the investigation process has started in Paris", Ethiopian Airlines said on March 15 on Twitter. (Photo by - / Bureau d'Enquete et d'Analyses - BEA / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / Office of Investigation and Analysis' (Bureau d'Enquete et d'Analyses - BEA) " - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS