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Suche nach alternativen Geschäftsfeldern: Paul Wurth setzt auf Kleinkraftwerke
Wirtschaft 11.05.2016

Suche nach alternativen Geschäftsfeldern: Paul Wurth setzt auf Kleinkraftwerke

Neben dem Bau von Stahlwerken will sich Paul Wurth auch das Geschäft mit dezentralen Anlagen zur Energieerzeugung erschließen.

Suche nach alternativen Geschäftsfeldern: Paul Wurth setzt auf Kleinkraftwerke

Neben dem Bau von Stahlwerken will sich Paul Wurth auch das Geschäft mit dezentralen Anlagen zur Energieerzeugung erschließen.
Foto: Paul Wurth
Wirtschaft 11.05.2016

Suche nach alternativen Geschäftsfeldern: Paul Wurth setzt auf Kleinkraftwerke

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Trotz der schwierigen Stahlkonjunktur hat der Anlagenbauer Paul Wurth im vergangenen Jahr mehrere Großaufträge an Land gezogen. Neben dem traditionellen Bau von Hochöfen setzt das Unternehmen zunehmend auf alternative Geschäftsfelder.

(vb) – Trotz der schwierigen Stahlkonjunktur hat der Anlagenbauer Paul Wurth im vergangenen Jahr mehrere Großaufträge an Land gezogen. Neben dem traditionellen Bau von Hochöfen setzt das Unternehmen zunehmend auf alternative Geschäftsfelder.

Den Stahlerzeugern machen derzeit die geringe Nachfrage und die Billig-Importe aus China das Leben schwer. Trotz dieser Belastungen hat Paul Wurth mehrere Großaufträge an Land ziehen können. So baut das Unternehmen in Zukunft die weltweit größte kombinierte Direktreduktionsanlage in Algerien für einen türkischen Stahlproduzenten. Eine weitere Anlage entsteht ebenfalls in Algerien im Auftrag von Algerian Qatari Steel.

Wie der Verwaltungsratsvorsitzende Michel Wurth sagte, will sich das Unternehmen in Zukunft unabhängiger vom Stahlmarkt machen. Ein alternatives Geschäftsfeld ist die dezentrale Energieerzeugung mit kleineren Anlagen, zum Beispiel mit Kraft-Wärme-Kopplung. Die Paul Wurth S.A., die mehrheitlich zum deutschen SMS-Konzern gehört, setzt auch in Luxemburg große Bauprojekte um, wie zum Beispiel die Wartungshalle der CFL und ein neues Werk der Straßenbauverwaltung auf Kirchberg.

Über die Tochtergesellschaft Paul Wurth Geprolux ist das Unternehmen am Bau und Betrieb der Trambahn in Luxemburg-Stadt beteiligt. Geprolux wird hier die Zusammenarbeit der Auftraggeber und die Koordination der Arbeiten übernehmen.


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Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte der Anlagenbauer Paul Wurth seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 7,1 Prozent auf 483,8 Millionen Euro steigern. Das konsolidierte Vorsteuerergebnis betrug 22,5 Millionen Euro gegenüber 17,8 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012. Die Bruttodividende wurde auf 210 Euro pro Aktie halbiert.
Bei Hyundai Steel wurde im September 2013 der letzte von insgesamt drei Hochöfen angeblasen, für die Paul Wurth das Anlagen-Engineering und die Schlüsselkomponenten lieferte.