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Studie der Handwerkskammer: 89 Hektar für Betriebsstandorte fehlen
Wirtschaft 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Studie der Handwerkskammer: 89 Hektar für Betriebsstandorte fehlen

Vor allem Bauunternehmen klagen über das Fehlen von geeigneten Standorten.

Studie der Handwerkskammer: 89 Hektar für Betriebsstandorte fehlen

Vor allem Bauunternehmen klagen über das Fehlen von geeigneten Standorten.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Studie der Handwerkskammer: 89 Hektar für Betriebsstandorte fehlen

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Zahlreiche Handwerksbetriebe suchen nach einem neuen Standort. Als Grund nennen die Betriebe vor allem Platzmangel. Vor allem Firmen aus dem Bausektor sind betroffen. Doch deren Suche gestaltet sich oft schwierig, zeigen die Ergebnisse einer Umfrage.

(las) - Dem Handwerk und vor allem Bauunternehmen fehlt es in Luxemburg an geeigneten Standorten. 147 Betriebe wollen umziehen und haben einen Bedarf von insgesamt 89 Hektar. Das zeigt eine Studie der Handwerkskammer, die sich auf Antworten von 502 Betrieben bezieht, die insgesamt mehr als 25.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Platzmangel ist der häufigste Grund, warum Handwerksbetriebe nach einem neuen Standort Ausschau halten. Das betrifft vor allem die Firmen aus dem Bausektor, die 107 der 147 Betriebe ausmachen. Die Unternehmen suchen vor allem nach Flächen in oder um die Stadt Luxemburg sowie in den regionalen Zentren Esch/Alzette, Diekirch und Mersch. Allerdings hat sich die Lage seit 2012 leicht verbessert, denn damals fehlten 102 Hektar.

Bei der Suche nach einem neuen Standort stoßen die Unternehmen auf vielfältige Probleme. Zu hohe Preise nennen 79 Prozent der befragten Firmen als Schwierigkeit, ein mangelndes Flächenangebot (61 Prozent) und ungeeignete Standorte (22 Prozent) sind weitere Antworten. Diese Probleme führen dazu, dass jeweils ein Fünftel der Betriebe vier bis fünf Jahre bzw. über zehn Jahre nach einem neuen Standort suchen. 60 Prozent werden allerdings innerhalb von drei Jahren fündig.

Hintergrund der Studie ist die zweite Fassung des "Plan sectoriel" zu den Aktivitätszonen, die gerade erstellt wird. Die Handwerkskammer fordert eine schnellere Entstehung neuer Aktivitätszonen und kritisiert die Begrenzung kommunaler Zonen auf eine Fläche von zwei Hektar. Außerdem müssten in den Gewerbegebieten Standorte vorrangig an Handwerksbetriebe vergeben werden.

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