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Streik bei Amazon - Weihnachtsgeschenke in Gefahr
Wirtschaft 17.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Streik bei Amazon - Weihnachtsgeschenke in Gefahr

Blick in eine Halle des Online-Versandhandels Amazon.

Streik bei Amazon - Weihnachtsgeschenke in Gefahr

Blick in eine Halle des Online-Versandhandels Amazon.
Sebastian Willnow/dpa-Zentralbil
Wirtschaft 17.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Streik bei Amazon - Weihnachtsgeschenke in Gefahr

Mitten im Weihnachtsgeschäft hat nach Gewerkschaftsangaben in der Nacht auf Montag ein mehrtägiger Streik von Beschäftigten an zwei Standorten beim Versandhändler Amazon begonnen.

(dpa) - „Es besteht die Gefahr, dass Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig ankommen“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi der Deutschen-Presse Agentur in der Nacht zum Montag.


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Gleiche Online-Preise für alle
Es ist frustrierend: Viele Klicks, viel Scrollen, und dann klappt der Online-Kauf am Ende doch nicht. Schuld ist oft das sogenannte Geoblocking. Doch damit ist ab dem 3. Dezember Schluss.

Die Gewerkschafter riefen Amazon-Mitarbeiter des Versandhandelszentrums Sachsen in Leipzig auf, bis zum Heiligabend zu streiken. Im Versandhandelszentrum in Werne, in Nordrhein-Westfalen, sollen sie zunächst bis Dienstagabend streiken. Der Streik könnte jedoch bald auf mehr Standorte und längere Zeit ausgeweitet werden, sagte ein Sprecher. Amazon war am frühen Montagmorgen nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten am Standort Rheinberg bereits in der vergangenen Woche zum Arbeitskampf aufgerufen.

Mit dem Streik wollen die Gewerkschafter ihre Forderung unterstreichen, Arbeitsbedingungen tarifvertraglich zu regeln. Verdi fordert Amazon seit mehr als fünf Jahren dazu auf, Tarifverhandlungen analog zum Einzel- und Versandhandel zu führen. Das US-Unternehmen lehnt dies ab. Amazon sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende dessen, was in der Logistikbranche üblich sei.


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