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Stillstand auf den Baustellen: Der Kollektivurlaub startet
Wirtschaft 2 Min. 29.07.2022
Arbeitsmarkt

Stillstand auf den Baustellen: Der Kollektivurlaub startet

In den kommenden drei Wochen ruhen wieder die Arbeiten auf den meisten Baustellen.
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Stillstand auf den Baustellen: Der Kollektivurlaub startet

In den kommenden drei Wochen ruhen wieder die Arbeiten auf den meisten Baustellen.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Wirtschaft 2 Min. 29.07.2022
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Stillstand auf den Baustellen: Der Kollektivurlaub startet

Uwe HENTSCHEL
Uwe HENTSCHEL
Bis 21. August ruhen bis auf wenige Ausnahmen die Arbeiten im Hoch- und Tiefbau sowie bei den Sanitär- und Heizungsbetrieben.

Für die Unternehmen der Hoch- und Tiefbaubranche geht es bereits am heutigen Freitag los, für Heizungs- und Sanitärinstallateure dann am kommenden Montag: In den kommenden drei Wochen gilt für die Baustellen im Land bis einschließlich 21. August Kollektivurlaub. Ausnahmen gelten nur für Pannenhilfe, Wartungs- und Reparaturarbeiten - und das auch nur mit Zustimmung der Personalvertretung und der betroffenen Arbeitnehmer, wie die für die Überwachung der Einhaltung zuständige Arbeits- und Bergbauaufsicht (ITM) mitteilt.

Darüber hinaus hat Ad-Hoc-Kommission, bestehend aus Vertretern der Gewerkschaften, der Arbeitgeber und einem Mitglied der ITM auch für diesen Sommer wieder Ausnahmen für bestimmte Baustellen genehmigt. So wurden laut ITM 168 Anträge für 87 Unternehmen von der Ad-hoc-Kommission bearbeitet, darunter 53 Anträge für 29 Baustellen in Schulen und Gymnasien, 19 Anträge für 13 Baustellen in Fabriken während des Produktionsstopps und 96 Anträge für 73 dringende Baustellen. Die Gesamtzahl der davon betroffenen Arbeitnehmer beläuft sich auf 1.221. 


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36 Anträge wurden von der Kommission abgelehnt, von denen sich allerdings 22 Ausnahmeanträge auf Arbeiten und Baustellen bezogen haben, die nicht dem kollektiven Urlaub unterliegen und für die daher auch keine Genehmigung erforderlich ist. Von den eingereichten Anträgen, für die der Kollektivurlaub tatsächlich von Bedeutung ist, wurden demnach nur 14 abgelehnt.

„Es ist zu beobachten, dass die Zahl der Anträge und der betroffenen Beschäftigten im Sommer 2021 im Vergleich zum Sommer 2020 vermutlich aufgrund der Pandemie zurückgegangen ist“, so die ITM. Zum Vergleich: Im Sommer 2020 gab es 228 Anträge für 127 Unternehmen, im Sommer 2021 waren es 226 Anträge für 105 Unternehmen.  

Die Behörde teilt mit, dass auch in diesem Sommer wieder Kontrollen durch Arbeits- und Bergbauaufsicht, Zoll und Polizei stattfinden werden. Dass diese notwendig sind, um die Regelung einzuhalten, hat zuletzt der vergangene Sommer gezeigt.  So wurden 2021 unter anderem während der Kontrollen sechs Arbeitsniederlegungen gegen Unternehmen verhängt, die während des Kollektivurlaubs keine Ausnahmegenehmigung hatten

Des Weiteren wurden im Rahmen dieser Kontrollen auch acht Standorte geschlossen, nachdem verschiedene Verstöße gegen den Arbeitsschutz festgestellt worden waren. Gegen vier Unternehmen und drei Projektträger wurden Anordnungen erlassen, um Verstöße gegen den Arbeitsschutz zu beseitigen. Und in sechs Fällen wurden Baustellen wegen Schwarzarbeit stillgelegt.

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