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Steigende Preise, Materialmangel und steigende Löhne
Wirtschaft 26.10.2021
Wirtschaftslage

Steigende Preise, Materialmangel und steigende Löhne

Das produzierende Gewerke als auch die Bauindustrie in Luxemburg spüren die Engpässe bei Materiallieferungen.
Wirtschaftslage

Steigende Preise, Materialmangel und steigende Löhne

Das produzierende Gewerke als auch die Bauindustrie in Luxemburg spüren die Engpässe bei Materiallieferungen.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 26.10.2021
Wirtschaftslage

Steigende Preise, Materialmangel und steigende Löhne

Für Luxemburgs Statistikbehörde ist die hohe Inflation kein kurzfristiges Phänomen.

(MeM) - Lieferschwierigkeiten bei Materialien oder Rohstoffen sorgen für einen starken Anstieg der Preise, wie der Statec in seinem Konjunkturbericht mitteilt. In Luxemburg hatte sich die Industrieproduktion im dritten Quartal 2020 stark erholt und ist seit Sommer leicht rückläufig. Dennoch haben sich vor allem die Auftragsbestände positiv entwickelt. „Nicht die Nachfrage scheint also das Problem zu sein, sondern die Mittel, sie zu befriedigen“, so der Konjunkturbericht. 


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Der derzeitige Aufschwung geht auch mit einer steigenden Nachfrage nach Energie einher. Die rückläufige Ölproduktion in den USA sowie die Umstellung Chinas von Kohle auf Öl und Gas führen auch hier zu steigenden Preisen. „Der Anstieg der Inflation, der bis vor einigen Monaten als vorübergehendes Phänomen angesehen wurde, scheint nun einen dauerhafteren Charakter anzunehmen, der die Wachstumsaussichten belasten könnte“, so Statec. 

Delle im zweiten Quartal

Im zweiten Quartal 2021 sank Luxemburgs Wirtschaftsleistung (BIP) um 0,5 Prozent. Vor allem die Finanzdienstleistungen schwächelten, während im 4. Quartal 2020 und im 1. Quartal 2021 die Aktivitäten der finanziellen und nicht-finanziellen Dienstleistungen in Luxemburg sehr stark waren. 

Am Ende dieses Quartals wird das luxemburgische BIP aber voraussichtlich bei 3,5 Prozent über dem Vorkrisenniveau liegen. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau stiegen auch die Arbeitskosten in Luxemburg im zweiten Quartal um 4,3 Prozent. Die Indexierung der Löhne und Gehälter am 1. Oktober 2021 sowie der Arbeitskräftemangel dürften laut Statec den Lohndruck kurzfristig erhöhen.

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